„Beruhigungspille für lärmgeplagte Bevölkerung“
von Daniel Mack | kein Kommentar
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Der Fraktionsvorstand von Bündnis 90/Die Grünen im Main-Kinzig-Kreis hält die jüngst präsentierten Maßnahmen zum aktiven Schallschutz im Konvent des Forums Flughafen und Region (FFR) für reine Augenwischerei. Fraktionschef Reiner Bousonville und die beiden Vorstandsmitglieder Christina Schmidt und Daniel Mack sehen darin eine Beruhigungspille für die derzeit durch den Sommerflugverkehr besonders lärmgeplagte Bevölkerung. In den Jubel einiger Lokalpolitiker, die sich eine deutliche Reduzierung des Fluglärms versprechen, wollen die Grünen nicht einstimmen.
Auffällig finden die Kreis-Grünen, dass verbindliche Betriebseinschränkungen und ein Nachtflugverbot im neuerlichen Lärmschutz-Pakt ausgespart werden. „Seit dem Ende des Mediationsverfahrens im Zuge der Ausbaupläne für den Frankfurter Flughafen vor über zehn Jahren werden ständig wiederkehrend Maßnahmen zur Reduzierung des Fluglärms in der Region diskutiert. Die Stichworte sind: Erhöhung des Anfluggleitwinkels, Anhebung der Rückenwindkomponente, Offset-Approach, Einführung des CDA-Verfahrens und Dedicatet Runway Operation. Alle Maßnahmen wurden diskutiert, viele versprochen, aber eben keine umgesetzt. Eine nachweisbare und messbare Lärmminderung hat seitdem nicht stattgefunden. Uns fehlt der Glaube, dass es ausgerechnet dieses Mal anders sein soll. Erst wenn den lärmgeplagten Flughafen-Anrainer ein verbrieftes Nachtflugverbot versichert wird, glauben wir an einen greifbaren Fortschritt für den Lärmschutz. Diesen Nachweis muss die Landesregierung aber erst noch erbringen“, so die Grünen.

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