Grüne Wiese widerspricht Notwendigkeiten des demografischen Wandels

Daniel Mack, Landtagskandidat der Grünen im Wahlkreis Gelnhausen/Schlüchtern, spricht sich für eine stärkere Koordinierung der Einzelhandelsflächen im Rahmen des Regionalen Flächennutzungsplans aus. Die derzeitige Ausweisungspolitik kritisierte Mack als sehr willkürlich und an den Einzelinteressen der Bürgermeister ausgerichtet.

“Die derzeitige Situation im Einzelhandel ist geprägt von einer Konzentration der Betreiber, einer Vergrößerung der Betriebsflächen, der Intensivierung des Wettbewerbs bei einer stagnierenden Kaufkraft. Im Ergebnis führt das zu einem massiven Verdrängungswettbewerb, bei dem neue Verkaufsflächen und Handelsketten den eingesessenen inhabergeführten Facheinzelhandel massiv unter Druck setzen. Dieser Prozess vollzieht sich in der gesamten Region und zeigt sich auch deutlich in der Stadt Gelnhausen mit einer voranschreitenden Verödung des Stadtkerns. Dabei ist das Sterben der Innenstädte nicht nur aus wirtschaftlicher Sicht bedenklich, sondern steht auch den Bedürfnissen einer immer Älter werdenden Bevölkerung ebenso wie Familien mit Kindern entgegen. Diese negative Entwicklung droht sich dramatisch zuzuspitzen, wenn nicht endlich steuernd eingegriffen wird. Diese Aufgabe kommt zukünftig dem Regionalen Flächennutzungsplan zu.

Im Hinblick auf eine stets älter werdende Gesellschaft brauchen wir eine möglichst wohnortnahe Nahversorgung. Daf+r müssen die innerstädtischen Wirtschaftsstandorte des Einzelhandels gestärkt und gleichermaßen die wohnortnahe, dezentrale Nahversorgung für den täglichen Bedarf gesichert werden. Ansonsten werden immer größere Bevölkerungsteile zum Einkauf auf die Nutzung des Autos angewiesen sein und die Alten unversorgt bleiben. Auch im Hinblick auf einen verbesserten Klimaschutz muss endlich von einer allein auf das Auto ausgerichteten Planungspolitik Abstand genommen werden”, so Mack, regionalpolitischer Sprecher der Grünen im Kreistag des Main-Kinzig-Kreises.

Als Beleg, dass es auch anders geht, führte Mack ein auch im Main-Kinzig-Kreis ansässiges, schwedisches Möbelhaus an. Anders als in der Rhein-Main-Region verfolge die Möbelkette in England inzwischen eine Strategie der kleinen Läden in der Stadt, weil die dortige Raumplanung sich für Ansiedlungen auf der grünen Wiese nicht mehr erweichen lasse und konsequent auf die Entwicklung der Innenstädte setzte.

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