Stromberg parodiert – Westergaard provoziert

Die Fernsehserie Stromberg ist eine Parodie auf Doku-Soaps. Bernd Stromberg ist ein egoistischer und selbstgefälliger Chef, den man nicht einmal seinem Feind wünscht. Er diskriminiert, macht Frauenwitze, beleidigt Kollegen – rassistisch wie sexuell – und nichts passiert. Die politische und moralische Inkorrektheit der Figur lässt Stromberg erst witzig werden. Ein Beispiel dafür ist der Dialog zwischen Stromberg und seinem Kollegen Turculu in der Kantine. “Wenn Sie sich jetzt das Schweinefleisch reinhauen, dann gibt’s später im Himmel keine Jungfrauen so ist das doch bei euch, oder?”, so Stromberg.

Einige Elemente der Handlung sind zwar durchaus in einem echten Büro vorstellbar, werden aber genau wie die Personen überspitzt und ironisiert dargestellt. Dem Zuschauer wird schnell klar, dass es sich bei den den Vorgängen im Büro keineswegs um reale Vorgänge handelt. Parodie eben.

Im Gegensatz zur gelungenen Fernsehserie, die eben diese billige Form der Diskriminierung kritisiert, sind Westergaards Karikaturen (Auf einer Zeichnung des Karikaturisten verwehrt Prophet Mohammed den Zutritt zum Himmel mit den Worten: „Stop! Uns sind die Jungfrauen ausgegangen“) keine gelungene gesellschaftskritische Parodie sondern eine bewusste rechtspopulistische Provokation auf unterstem Niveau.