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Angriffe auf das freie Mandat unerträglich

von Daniel Mack | kein Kommentar
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Zur Presseerklärung der Jungsozialisten und der Jungen Union im Main-Kinzig vom 20. April, erklärt Daniel Mack, stellvertretender Fraktionsvorsitzender (Bündnis 90/Die Grünen), Mitglied des Kreistages des Main-Kinzig-Kreises:

„Es ist inakzeptabel, dass die Vorsitzenden von Parteigliederungen der SPD und CDU im Main-Kinzig-Kreis meine Partei dazu auffordern, mir die Mandatsniederlegung ‚zu verordnen?.“

Grundlage für unsere freiheitliche Demokratie ist die Möglichkeit zur kritischen Auseinandersetzung mit allen Gesellschaftsgruppen – natürlich auch mit der römisch-katholischen Amtskirche. „Mich wundert, dass die SPD nach dem inszenierten öffentlichen Tribunal gegen die Landtagsabgeordnete Dagmar Metzger im März 2008 nichts hinzugelernt hat.“, so Mack

Wenn die Führung der römisch-katholischen Kirche auf der einen Seite Priester aus der Kirche ausschließt, die ein ökumenisches Abendmahl praktizieren und auf der anderen Seite Holocaust-Leugner wieder aufnimmt, wenn ein Frauenbild vertreten wird („Gebärmaschinen“ usw.), dass mit unserer bundesrepublikanischen Werteordnung unvereinbar ist und wenn zudem behauptet wird, die Benutzung von Kondomen verschlimmere die AIDS-Problematik, dann muss die katholische Kirche für ihr Handeln kritisiert werden.

Jeder hat das Recht, dafür eine für sich angemessene Form und Wortwahl zu finden. „Die christdemokratische Bundeskanzlerin hat die katholische Kirche diplomatisch kritisiert, ich direkt über eine Web-2.0-Plattform. Beides hat aus durchschaubaren Motiven heraus zu unsachlichen Angriffen geführt, beides hat aber mit der Verschmähung der christlichen Religion nichts zu tun. Der unsägliche Karikaturenstreit in Dänemark zeigt, dass die von den Jusos und JU geforderte Eigenzensur der vollkommen falsche Weg in der Auseinandersetzung mit Religionsgemeinschaften ist. Wir leben in einem säkularen Land.“, sagt Mack.

„Wenn Frau Heil und Herr Winter sich dazu in der Lage sehen, freue ich mich über ein öffentliches Streitgespräch, in dem wir unsere unterschiedlichen Ansichten über einen liberalen Rechtsstaat, eine freiheitliche Demokratie und das Verhältnis zu Religionen diskutieren können. Dies ist der angemessenere Weg der politischen Auseinandersetzung, als über die Presse dubiose Behauptungen und haarsträubende Forderungen zu verbreiten“, so das Fazit von Mack.

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