Audi auf der IAA: Futuristisch in die Zukunft

Mit der Technikstudie A2 concept gibt Audi einen Ausblick auf das elektrische Fahren in den Megacities der Zukunft. Erstmals konstruierte Audi einen Kleinwagen vom ersten Zeichenstrich an als reines Elektroauto. Ähnlich wie BMW es mit dem i3 gemacht hat. Der A2 concept folgt dem Ansatz des ersten Audi A2 von 1999: konsequente Raumausnutzung und maximale Effizienz. Die Technikstudie steckt voll attraktiver, intelligenter Technologien. Eine neuartige Karosserietechnologie – eine Weiterentwicklung des ultra-Leichtbaus von Audi – begrenzt ihr Gewicht auf nur 1.150 Kilogramm. 150 km/h soll der Stromer in der Spitze schaffen. Doch viel wichtiger bei Elektrofahrzeugen ist deren Reichweite. Audi verspricht immerhin 200 Kilometer und bepackt den A2 dafür mit einer mächtigen Lithium-Ionen-Batterie mit einer Kapazität von 31 kWh. Dennoch soll der Akku nach gut vier Stunden an der Steckdose wieder aufgeladen sein.

Die Technologien von Audi connect stellen die Verbindung mit dem Internet her, die Lenkung, und die Bremsen werden rein elektrisch (by-wire) betätigt. Ähnlich wie heute bei jedem Airbus (Fly-by-wire) gibt es auch im neuen A2 keine mechanische oder hydraulische Verbindung bei Lenkung und Bremsen mehr. Das spart Gewicht und Platz, und erlaubt den Designern eine wesentlich flexiblere Gestaltung des Innenraumes. Einziger Wermutstropfen des Drive-by-wire-Systems: Es gibt noch keine behördliche Zulassung.

Das große IAA-Highlight der Ingolstädter war aber nicht der A2 concept, sondern der Bau des temporären „Audi-Rings“. Auf einer Grundfläche von 100 Metern mal 70 Metern und 12 Metern Höhe soll der spektakuläre Bau mit seinen geschwungenen Flächen und langgezogenen Öffnungen der Marke Audi räumliche Gestalt geben. Der Besucher steht im Mittelpunkt einer einzigartigen Inszenierung: Der Audi driving experience. Auf einer 400 Meter langen Strecke, die durch alle Ebenen und Ausstellungsbereiche führt, konnte die Audi Modellpalette live und in Bewegung – und das nicht nur als Zuschauer erlebt werden. Über zwei Ebenen erstreckt sich die 400 Meter lange Fahrspur, auf der bis zu neun Fahrzeuge gleichzeitig unterwegs sein können.

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