Ausstellung: “Feind ist, wer anders denkt”

Seit dem 1. und bis zum 24. Juni ist im Main-Kinzig-Forum (Barbarossastraße 24, Gelnhausen) eine Ausstellung über die die Struktur und Tätigkeit des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS, Stasi) in der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik (DDR) zu sehen. Die vom Bund konzipierte Präsentation trägt den Titel „Feind ist, wer anders denkt“.

Gezeigt wird in anschaulicher Weise, mit welchen Mitteln die Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED) ihre Diktatur gestützt hat. So geht es unter anderem um das Schicksal einiger Personen, die in das Visier der Staatssicherheit geraten sind. Lebensweisen, die von der SED-Norm abwichen, und politische Vorstellungen, die nicht der Parteidoktrin enrsprachen, verfolgte das MfS als „staatsfeindlich“. An insgesamt 13 Biographien werden die Auswirkungen der Tätigkeit der Geheimpolizei aufgezeigt. Die Ausstellung behandelt darüber hinaus die Entwicklung und Geschichte des Ministeriums für Staatssicherheit. Ausgewählte Daten skizzieren außerdem den zeitgeschichtlichen Rahmen.

Die Wanderausstellung dokumentiert die Entstehung, Aufgaben und Methoden des Ministeriums für Staatssicherheit. An exemplarisch ausgewählten Daten und Ereignissen der DDR-Geschichte wird erläutert, wie das MfS als „Schild und Schwert“ die Macht der Staatspartei SED sicherte: durch Überwachung der eigenen Bevölkerung, Repressionsmaßnahmen und den Einsatz von Spitzeln, den inoffiziellen Mitarbeitern (IM).

Geöffnet ist die Ausstellung bis 24. Juni, montags bis freitags von 9 bis 18 Uhr sowie samstags und sonntags von 11 bis 17 Uhr (außer Pfingstsamstag bis Pfingstmontag). Der Eintritt ist kostenlos. Während der Öffnungszeiten stehen jeweils zwei fachkundige Mitarbeiter der heutigen Bundesbehörde für die Unterlagen der Staatssicherheit für Auskünfte zu Verfügung. Neben dem Ausstellungskatalog ist auch Begleitmaterial für Schulen erhältlich. Damit können Lehrkräfte den Ausstellungsbesuch mit Schülergruppen ab der neunten Klassenstufe im Unterricht vor- und nachbereiten. Besucher haben auch die Möglichkeit, Anträge auf Akteneinsicht in die Stasi-Unterlagen zu stellen. Außerdem gibt es am Donnerstag, 16. Juni, um 19 Uhr, den Vortag „Wie die Stasi den Westen abhörte“.

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