BILD, so nicht!

Mit Beschluss vom 23. Juli 2014 hat das Landgericht Köln festgestellt, dass die Berichterstattung der BILD-Zeitung am 11. und 12. Juli 2014 über mich illegal war. BILD hat zu Unrecht, den Eindruck erweckt, ich sei in einen angeblichen „Schwarzfahr-und Fälscher-Skandal“ verwickelt.

Die BILD-Zeitung hat Fakten bewusst weggelassen, um nicht nur ein negatives, sondern ein falsches Bild von mir und den Geschehnissen zu zeichnen. Dies führte zusammen mit schlichten Un- und Halbwahrheiten dazu, dass die Leser falsche Schlüsse ziehen mussten.

Entscheidende Fakten, die ich dem Bild-Redakteur mitteilte, nahm dieser in den Artikel nicht auf. Mehr noch: Er wollte entlastendes Beweismaterial – wie etwa die Vielzahl erworbener Handytickets in Höhe mehrerer Hundert Euro seit Ablauf des Landtagstickets – überhaupt nicht haben. Ich habe sie ihm trotzdem geschickt, geholfen hat es nichts. Geholfen hat erst der Antrag meines Medienanwalts Prof. Dr. Ralf Höcker an das Landgericht Köln auf Erlass einer einstweiligen Verfügung gegen die Vorverurteilung durch die BILD-Zeitung. Diesem Antrag hat die Pressekammer des LG Köln gestern stattgegeben.

„BILD hat sich, wie so oft, nicht an die presserechtlichen Grundsätze der Verdachtsberichterstattung gehalten, sondern unvollständig, vorverurteilend und schlicht falsch berichtet. Der Artikel ist ein Musterbeispiel dafür, wie man eine Nicht-Geschichte künstlich zu einem Skandal-Bericht aufbläst. Und das ist eben nicht nur journalistisch unseriös, sondern auch rechtswidrig“, so Prof. Dr. Höcker.

Dazu auch MEEDIA: „Wie die Bild einen ‚Schwarzfahrer-Skandal‘ herbeikonstruierte“

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