Chronologie zum Twitter-Streit der GRÜNEN Main-Kinzig
von Daniel Mack | 43 Kommentare
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Keine politischen Twitter- und Blog-Einträge mehr oder raus aus dem Fraktionsvorstand: Meine Grünen-Fraktion im Main-Kinzig-Kreis hat mich vor die Wahl gestellt. Meinen Rücktritt aus dem Fraktionsvorstand hat die Fraktion nicht angenommen und mich stattdessen fern ab der Geschäftsordnung aus dem Amt gewählt. Aufgrund vieler Nachfragen stelle ich die Ereignisse der letzten Tage und Wochen rund um das „Twitter Verbot“ bei den GRÜNEN im Main-Kinzig-Kreis chronologisch dar und möchte dabei nochmal betonen, dass die GRÜNEN wie in anderen Politikfeldern auch netzpolitischmit den richtigen Personen auf dem richtigen Weg sind. Es handelt es sich um eine lokale Geschichte.
Meinungen und Positionen, die in der Fraktion erarbeitet werden, trage ich selbstverständlich auch dann mit, wenn meine Auffassung in einer internen Abstimmung unterlag. So Funktionieren erfolgreiche Fraktionen, egal ob in Opposition oder in Regierungsverantwortung. Mit einem kritischen Kommentar kann weder eine Koalition noch eine Fraktion ins Wanken gebracht werden.
Der Dialog mit Bürgern ist mir wichtig. Ich versuche dabei via Twitter und Blog mit Bürgern ins Gespräch zu kommen. Nicht anders als auf der Straße. Ich betone dabei immer deutlich, dass ich nicht für die Fraktion spreche und habe das auch mit einem Hinweis in meinem Twitter-Profil, einem Disclaimer, deutlich gemacht. Gleichwohl können Büger, Journalisten und politische Aktive persönliche Statements gut einordnen und verstehen sie auch nicht sofort als Fraktionsmeinung. Die Echtzeit-Kommunikation im Internet bringt ein Mehr an Transparenz und Nachvollziehbarkeit. Kommunikation, die den Anspruch erhebt, Bürger zu tatsächlich zu erreichen ist ohne die Einbeziehung des Internets und der Neuen Medien undenkbar.
Es lohnt, sich einzusetzen und es da zu kommunizieren, wo es die Menschen erreicht. Und so, dass sie antworten können.

Chronologie der Ereignisse und Äußerungen:
16. Dezember 2011
In der ersten Sitzung als fraktionsloser Grüner nach dem “Twitter-Streit” in der Fraktion Bündnis 90 / DIE GRÜNEN im Main-Kinzig-Kreis habe ich eine persönliche Erklärung abgegeben.
06. Dezember 2011
Sabine Kraft, die mit mir die Grüne Fraktion verlassen hat (siehe Presseerklärung), ist der Fraktion wieder beigetreten. “Am 2.12. habe ich intern mitgeteilt, dass ich zurückkomme. Leider ohne Daniel Mack. Ich würde ihn gerne mitnehmen und er wird mir fehlen. Abseits der Grünen-Fraktion macht ein Verbleiben im Kreistag keinen Sinn für mich.” schrieb sie auf Twitter. Der Hessische Rundfunk berichtete.
25. November 2011
Fernsehbeitrag bei zdf.kultur: ”Daniel Mack ist ausgeschlossen worden: Neun von dreizehn Fraktionsmitgliedern der Grünen im hessischen Main-Kinzig-Kreis stimmten dafür, ihn aus der Fraktion rauszuwerfen. Mack gehört zu den fünfzehn deutschen Politikern mit den meisten Followern auf Twitter (@danielmack). Kam es wegen seiner Twitter-Aktivitäten zum Eklat, oder steckt noch mehr dahinter?”
Link zur ZDF-Mediathek
24. November 2011
Radio: Ich war zu Gast bei YouFM in Dennis Horns Webshow und hab mit ihm über den “Twitter-Streit”, digitale politische Kommunikation und die Piraten gesprochen.
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19. November 2011
Um den Grünen ein langwieriges Verfahren über Formalitäten zu meinem Ausschluss zu ersparen, habe ich die Fraktion heute verlassen. Der Antrag von Manfred Jünemann ist aus meiner Sicht kein rechtmäßiger Abwahlantrag. Er ist undeutlich, beinhaltet einen “bzw.” und enthält keine Begründung. Korrekterweise hätte die Fraktion einen sorgfältigen Antrag mit Begründung verfassen und mir diesen rechtzeitig zustellen müssen. Das eindeutige Votum (9 von 13) der Fraktionsmitglieder akzeptiere ich.
Sabine Kraft (28, Maintal) verlässt die Fraktion ebenfalls. “Die Vorgänge in der Fraktion empfinde ich als menschliche und politische Tragödie. Die Entscheidung über den Ausschluss von Daniel Mack ist so gravierend, dass ich sie nicht als Teil der Gruppe akzeptieren kann, mich davon distanzieren muss und die Fraktion somit verlasse.” sagt sie in unserer gemeinsamen Pressemitteilung.
18. November 2011
hr-online: “Grüne werfen Twitter-Rebellen raus“:
“Zudem frage er sich, warum der grüne Kreisbeigeordnete und Ehemann der 67 Jahre alten Vize-Fraktionsvorsitzenden Ursule Conen, Matthias Zach, noch Mitte Oktober der “Frankfurter Neuen Presse” sagte, dass es kein Ausschlussverfahren gegen ihn geben werde. “Was soll sich seitdem geändert haben?” Es könne nicht sein, dass ein Ausschluss in dieser Art und Weise erfolgreich sein kann “und Dezernent Zach die Grünen-Fraktion mit seiner Frau an die Wand fährt”. Mack kündigte an, dem Kreistag weiterhin als Grünen-Politiker angehören zu wollen, nun eben als Fraktionsloser. Dass er sich “im Grünen-Markenkern” befinde, “kann jeder feststellen, der meine Tweets und Blogbeiträge liest”. Die Grünen müssten nun ihren Arsch hoch bekommen. “Diese Frühvergreisung muss gestoppt werden.”
hr-info, hr1, hr3: “Grüne werfen Twitter-Rebellen raus“
1LIVE: “Ausgezwitschert“:
“Alles Quatsch, es hat nichts mit Twitter zu tun”, sagt Reiner Bousonville, der Fraktionschef der Grünen im Main-Kinzig-Kreis. “Es gab verschiedene Anlässe, dass man einfach sagen kann: Ein Vertrauensverhältnis existiert nicht mehr.” [...] Der Journalist Christan Albrecht glaubt die Begründung des Fraktionsvorsitzenden nicht so recht: “Egal was die Grünen sagen, es wird sich immer auf das Twitter-Posting zurückführen lassen.” Er vermutet, dass Fraktionsvorsitzender Bousonville dies nicht zugibt, damit “die Grünen nicht unmodern erscheinen.”
17. November 2011
9 von 13 Fraktionsmitgliedern stimmen dem Antrag von Manfred Jünemann zu. Sein Antrag enthält nur einen Satz “Antrag auf Ausschluss von Daniel Mack bzw. einen Beschluss über die Einleitung eines Fraktionsausschlussverfahrens.”
dpa-Meldung: “Grünen-Kreistagsfraktion schließt Twitter-Rebellen aus“
16. November 2011
Interview mit Frank Kaminski vom Gelnhäuser Tageblatt über den “Twitter-Streit” im Main-Kinzig-Kreis, Politikstil, grüne Politik und einen möglichen Fraktionsausschluss.
12. November 2011
Fraktionskollege Manfred Jünemann (60), für den ich in seinem Landratswahlkampf im März 2011 eine Homepage, Postkarten, Plakate und Videos erstellt habe, hat meinen Fraktionsausschluss beantragt. Gegenüber hr-online erklärte er, dass er einen “großen Rückhalt” spüre und sei sich sicher, dass sein Ausschluss-Antrag eine Mehrheit in der 13-köpfigen Fraktion finden werde – sogar eine “Dreiviertelmehrheit”. “Mir war schon klar, dass es in diese Richtung geht”, sagte Fraktionsvorsitzender Reiner Bousonville und bezeichnete den Ausschlussantrag der Frankfurter Rundschau gegenüber als „berechtigt“ und deutete an “einen Schlussstrich ziehen zu wollen.”
Mein Statement dazu im Wortlaut: “Es war, ist und bleibt mein Ziel moderne und transparente Grüne Politik im Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern zu machen und nicht zum Märtyrer der Netzgemeinde zu werden. Ich empfehle den Fraktionskollegen sich von der baden-württembergischen Staatsrätin für Zivilgesellschaft und Bürgerbeteiligung – Gisela Erler – im Staatsministerium des Grünen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann beraten zu lassen wie man mit Öffentlichkeit und verschiedenen Meinungen umgeht.”
04. Novemer 2011
November-Ausgabe von “politik & kommunikation“: “Als Mack twitterte, dass er keinen Grund für eine Wiederholung der Wahl sehe, untersagten die Grünen ihm jedwede persönliche Äußerung zu dem Thema im Internet, die nicht mit der Partei abgestimmt ist. Mack trat daraufhin von seinem Amt zurück. „Auf kommunaler Ebene wird das Netz von allen Parteien unterschätzt.“ Trotzdem ist Mack sich sicher, dass die Grünen auf Bundesebene die Partei mit der höchsten Netzkompetenz sind.” Artikel-Download
22. Oktober 2011
Interview “Karriere gehört nicht zu meinem Wortschaft” mit den Kinzigtalnachrichten und dem Hanauer Anzeiger über den “Twitter-Streit” der Grünen Main-Kinzig, neue Medien, den überalterten Kreistag und Karriere.
13. Oktober 2011
Aufgrund der vielen Nachfragen zur Vermittlung im “Twitter-Streit” der Kreistagsfraktion Bündnis 90 / DIE GRÜNEN Main-Kinzig, habe ich nach tagelangem Ringen um eine gemeinsame Presseerklärung mit dem Fraktionsvorstand eine Stellungnahme veröffentlicht.
09. Oktober 2011
Berichterstattung von hr-online vor der Vermittlung des hessischen Landesverbandes der GRÜNEN.
Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung (FAS): Leute der Woche:
“- Reiner Bousonville, Zensor, gibt wenig auf Meinungsfreiheit. Sein Stellvertreter als Grünen-Fraktionschef im Main-Kinzig-Kreis verlor auf sein Drängen hin den Posten. Er hatte Kritik an der Wahl eines Parteifreundes zum Kreisbeigeordneten „getwittert“. Die Grünen sind feste dabei, die Sitten der lange geschmähten etablierten Parteien zu übernehmen. Die Piraten lachen sich ins Fäustchen. “
08. Oktober 2011
“Twitter ist ein Tummelfeld für die Anhänger von Verschwörungstheorien.” mit diesen Worten wird Matthias Zach (@M_Zach) in der Frankfurter Rundschau zitiert.
“Gäbe es digitalen Staub, er wäre in den vergangenen Tagen mächtig aufgewirbelt worden.” schreibt Frank Kaminski, Chefredakteur des Gelnhäuser Tageblatts im Wochensplitter seiner Zeitung. “SPD-Landrat Erich Pipa starte eine kreisweite Breitband-Offensive, die Grünen wollen derweil beim Thema Twitter mit Macht eine Defensiv-Taktik durchsetzen. Beide Vorhaben haben Schlagzeilen gemacht. Der Sozialdemokrat bekommt Applaus für seinen Plan, flächendeckend im Main-Kinzig-Kreis Zugang zu schaffen in dieses Medium. Die Kreis-Grünen lassen aufhörchen, weil sie intern die Nutzung der digitalen Kommunikationskanäle einschränken wollen. […]
Die aufgeworfenen Fragen sind fundamental. Sie lauten: Wo endet persönliche Meinungsfreiheit und wo beginnt Parteiräson? Wie lässt sich das politische Modewort “Transparenz” mit dem legitimen Bedarf für geschützte Räume im Prozess politischer Meinungsbildung vereinen? Und: Wie viel deutlichen Dissenz aus den eigenen Reihen muss eine demokratische Partei und eine Koalition aushalten können?”
07. Oktober 2011
Bericht der Frankfurter Allgemeine Zeitung
Kreistagssitzung ab 09.00 Uhr im Main-Kinzig-Forum in Gelnhausen. Der Widerspruch von Landrat Erich Pipa wurde einstimmig angenommen und Matthias Zach in der Wiederholung der Dezernentenwahl mit 47 Stimmen gewählt. SPD, GRÜNE und Freie Wähler stellen mit 48 von 87 Abgeordneten die deutliche Mehrheit im Kreistag. Ein Abgeordneter der SPD war nicht anwesend.
Ich freue mich für Matthias Zach. Seit meinem Eintritt in die GRÜNE Partei 2005 habe ich ihn als seriösen Politiker kennengelernt. Mit seiner Erfahrung aus fünf Jahren Bürgermeistertätigkeit in seiner Heimatgemeinde Niederdorfelden und durch seine Tätigkeiten als Dezernentenreferent im MKK, als Fraktionsvorsitzender im Kreistag und als Referent der GRÜNEN Fraktion im Hessischen Landtag kann Matthias seinen Teil zur Erneuerung des Main-Kinzig-Kreises beitragen. Ich werde ihn inhaltlich dabei unterstützen.
05. Oktober 2011
Berichterstattung auf hr-online.de:
Mit sieben zu drei Stimmen wählten die anwesenden Mitglieder der 13-köpfigen Kreistagsfraktion der Grünen am Dienstagabend Mack vom Vize-Vorsitz ab und kamen damit seinem angekündigten Rücktritt zum 31. Oktober zuvor.
Mack hatte sich vor zwei Wochen zum Rücktritt entschlossen, nachdem ihn Fraktionschef Reiner Bousonville vor die Wahl stellte: Entweder schränke Mack seine politischen Twitter- und Blog-Einträge stark ein oder er verlasse den Fraktionsvorstand. Hintergrund waren politische Äußerungen Macks im Internet, die nicht der Fraktionsmeinung entsprachen.
Zitate Reiner Bousonville: “Wir haben im Kreistag in den kommenden Tagen und Wochen wichtige Entscheidungen zu treffen und wollen handlungsfähig sein. […]Wenn dann jemand deutlich in der Minderheit ist, dann muss man doch konsequent sein.”
Zitat Daniel Mack: “Ich bin fest davon ausgegangen, dass wir eine Vermittlung abwarten und nicht solch eine Kamikaze-Aktion starten.”
Zitate Priska Hinz, MdB: “bedauerlich, dass Ihr keinen für beide Seiten gangbaren Weg gefunden habt. Twittern kann nicht im Ernst DER Grund dafür sein? […] schade, dass die Fraktion nicht toleriert, wenn jemand twittert. […]Wir müssen schauen, dass wir die jungen Leute weiter einbinden – und ihnen nicht vor den Kopf stoßen – und sie ausschließen. “
04. Oktober 2011
Sitzung der GRÜNEN Kreistagsfraktion in Hanau. Auf der Tagesordnung steht die „Nachwahl für den Fraktionsvorstand“. Eine Fraktionskollegin beantragt die Nachwahl zu verschieben, um eine Moderation in der folgenden Woche abzuwarten. Der Antrag wird mehrheitlich abgelehnt. Reinhard Weber-Hofmann wird vom Fraktionsvorsitzenden Reiner Bousonville zur Wahl in den Fraktionsvorstand vorgeschlagen und gewählt. Der Hinweis einer Fraktionskollegin, Reinhard Weber-Hofmann sei erst ab dem 01. November im Amt, wird von Reiner Bousonville und Ursule Conen zum Anlass genommen meinen Rücktritt zum 31. Oktober abzulehnen und eine sofortige Abwahl durchzuführen, obwohl diese auf der Tagesordnung nicht aufgeführt wurde und somit gemäß Geschäftsordnung der Fraktion ungültig ist. Mit 7 zu 3 Stimmen findet die ungültige Abwahl eine Mehrheit. 3 weitere Fraktionsmitglieder haben an der Sitzung nicht teilgenommen. Eine sehr dünne Mehrheit.
27. September 2011
Artikel des Journal Frankfurt:
Zitate Reiner Bousonville: „Es geht nicht darum, eine Parteilinie zu halten – aber man muss dann die Konsequenzen seiner Äußerungen tragen, besonders, wenn man im Fraktionsvorstand ist. Natürlich kann Daniel Mack schreiben, dass er nur seine persönliche Meinung kundtut, aber von den Medien wird diese trotzdem als Fraktionsmeinung aufgefasst. […] Es war ja auch nicht das erste Mal, dass wir mit Daniel Mack eine solche Diskussion geführt haben. […] Wir legen niemandem einen Maulkorb auf. Daniel Mack hat von sich aus gesagt, dass er, wenn er seine Meinung nicht mehr frei äußern dürfe, diese Äußerungen eben zur Genehmigung vorlegen würde. […] Das war Quatsch – Zensur war nie unser Gedanke. […] Wenn man mit dreizehn Leuten zusammensitzt, dann kann es schon mal vorkommen, dass jemand so eine Äußerung tätigt. Aber es war nie die Mehrheitsmeinung der Fraktion.“ Ein fraktionseigener Twitterkanal sei in Planung, erklärt Bousonville: ”Bisher hat das nur zeitlich nicht geklappt.”
Zitate Daniel Mack: „Meinungen und Positionen, die in der Fraktion erarbeitet werden, trage ich selbstverständlich auch dann mit, wenn meine Auffassung in einer internen Abstimmung unterlag. So funktionieren erfolgreiche Fraktionen, egal ob in Opposition oder in Regierungsverantwortung. Persönliche Meinungen müssen immer und jederzeit möglich sein, schließlich gehört die Meinungspluralität zur Demokratie und ist zentraler Bestandteil des grünen Markenkerns, wird von der Bevölkerung also auch erwartet. […] Mit einem kritischen Kommentar kann weder eine Koalition noch eine Fraktion ins Wanken gebracht werden. Ich schreibe sicherlich auch Sachen, die nicht jedem gefallen. Das ist aber kein Problem. Das Spektrum der Grünen geht von MdB-Direktmandat-Gewinner Christian Ströbele bis hin zu Ministerpräsident Winfried Kretschmann. Winfried Kretschmann hat die Klappe nicht gehalten und hält sie auch jetzt nicht. Das ist gut so. Im Widerspruch zu einer guten Regierungspolitik steht das nicht. […] Die Fraktion hat große Schwierigkeiten damit, wenn jemand aus seiner Sicht heraus Sachen kommentiert. Nur, wenn ich künftig alle Twitter- und Blogbeiträge vorher der Fraktion zur Genehmigung vorlegen würde, hätte ich im Fraktionsvorstand bleiben können. Private öffentliche Äußerungen sind somit nicht mehr möglich. Dieses Vorgehen ist absolut inakzeptabel. […] Fraktionseigene Facebook- und Twitter-Kanäle können nicht nur erwartet werden, sie sind für uns zur Pflicht geworden. Unser Ziel ist es, den Bürgern im Internet nicht anders als am Infostand zu begegnen. Dialog und Partizipation im Internet kann demnach zu Recht von uns erwartet werden.“
26. September 2011
Berichterstattung auf hr-online.de:
Von Notz, der bundes- und europaweit als führender Internet-Politiker der Grünen gilt, äußerte Verständnis für beide Seiten: Zum einen sehe er “eine gewisse Skepsis”, mit Dingen wie Twitter umzugehen, weil sie manchen Kollegen möglicherweise fremd seien. Zum anderen sei es “auch für Kommunalpolitiker eine tolle Möglichkeit, einem nicht unerheblichen Kreis von Menschen rüberzubringen, was man gerade politisch macht und woran man arbeitet”. Man müsse mit Twitter allerdings auch verantwortungsvoll umgehen und sich überlegen, was man schreibt. Sein Ziel sei es, den Parteikollegen in Gelnhausen zu vermitteln, dass Internet-Nutzer – auch Journalisten – seiner Erfahrung nach den Inhalt solcher Kurznachrichten “eigentlich gut einordnen können und auch nicht sofort als Fraktionsmeinung verstehen”. „Es ist allein die Frage, ob man bereit ist, sich auf Medien wie Twitter einzulassen, sie zu nutzen und zu verstehen, was da passiert.“
Reiner Bousonville: „Dazu bin ich gerne bereit.“
Daniel Mack: „Er hat einen fachkundigen Blick von außen und ist daher als neutraler Vermittler gut geeignet. […] Ich hoffe, dass es am Ende “eine klare Vereinbarung über die zukünftige Nutzung der sozialen Medien gibt und über die öffentliche Äußerung persönlicher Meinungen.“
23. September 2011
Berichterstattung auf hr-online.de:
Über den Kurznachrichtendienst Twitter hatte sich die Nachricht vom Rücktritt des Kreistagsabgeordneten wie ein Lauffeuer verbreitet. Viele Nutzer versahen den Link zum hr-online-Bericht am Donnerstag mit einem #fail, wodurch sie ihren Unmut ausdrückten. ”Ich fürchte, wir müssen noch viel innerparteiliche Aufklärung betreiben”, hieß es bei Grünen-Mitgliedern aus ganz Deutschland. Manche fragten Mack ironisch, ob denn seine jüngsten Tweets mit der Parteiführung abgesprochen seien
Berichterstattung taz.de:
Zitate Reiner Bousonville: „Nach außen hin wird der Eindruck erweckt, Daniel Macks Meinung sei Mehrheitsmeinung der Fraktion. […] Daniel Mack darf auf jeden Fall seine Meinung äußern, das hat nichts mit Zensur zu tun. […] Wir stehen mit den neuen Medien nicht auf Kriegsfuß.“
Zitate Daniel Mack: „Ich weiß nicht, wo ich von der Parteilinie abgewichen sein soll. Nach außen muss doch jeder sagen können, was er will. Gerade mit dem Wunsch nach mehr Mitbestimmung bin ich doch zu den Grünen gekommen. […] Die Fraktion muss anerkennen, dass jeder seine Meinung nach außen tragen kann. Außerdem muss sie verstehen, dass das Internet nicht nur eine Technik ist, sondern etwas Soziales, das Menschen verbindet.“
Videobeitrag der Hessenschau: “Twitter-Streit nach GRÜNEN-Rücktritt”
Pressemitteilung der Piratenfraktion im Kreistag: “Meinungsfreiheit: Nein Danke? Grüne zensieren Abgeordnete”
22. September 2011
Berichterstattung auf hr-online:
Zitat von Bousonville, Mack, Conen aus dem Kommunalwahlkampf 2011: „Die Grünen wollen Bürgerinnen und Bürgern im Internet nicht anders begegnen als am Infostand und setzen auf Dialog und Partizipation. Die gewohnte Einweg-Kommunikation der ehemaligen Volksparteien motiviert niemanden, in Kontakt zu treten oder sich politisch zu engagieren.“
Zitate Reiner Bousonville: „Wir haben große Schwierigkeiten damit, wenn jemand aus seiner Sicht heraus Sachen kommentiert, die sich mit der Meinung der Fraktion nicht decken. […] Wer sich so verhält, wird zum Problem – vor allem, wenn er Mitglied des Fraktionsvorstandes ist. […] Da werden nach außen hin Gräben aufgerissen. […] Wem nutzt denn solch eine Transparenz? Würden das alle 13 Fraktionsmitglieder so machen, wo wäre denn dann die Meinung der Grünen zu verorten?“ Ein Twitter-Kanal für die gesamte Fraktion ist laut Bousonville nicht geplant. Auch auf Facebook sind die Main-Kinzig-Grünen nicht aktiv. So etwas müsse man ja auch pflegen - “aber das können wir personell zurzeit nicht.”
Zitate Daniel Mack: „Da kann ich als Einzelperson auch mal eine eigene Meinung vertreten.“, „Das Motto meiner Politik ist aber auch Dialog und Austausch. […] Dabei habe ich immer gesagt, dass ich nicht für die Fraktion spreche und das auch mit einem Hinweis in meinem Twitter-Profil, einem Disclaimer, deutlich gemacht. […] Ich bin schockiert, dass die Fraktionäre meine vorgeschriebenen Tweets tatsächlich in ZK-Manier genehmigen, zensieren und umschreiben wollten. […] Der Vergleich mit dem Zentralkomitee der SED in der DDR ist zugespitzt und ironisch gemeint“
Radiobeitrag auf hr1 und hrINFO: “Twitter-Streit nach GRÜNEN-Rücktritt”
BILD: “Streit um Twitter: Grünen-Vorstand tritt zurück”
B2B: “Es kann doch nicht sein, dass jeder die Klappe halten soll”
Berichterstattung der Fuldaer Zeitung:
Zitate Reiner Bousonville: „Es gab Äußerungen von seiner Seite, die so nicht mit der Fraktion abgestimmt waren. Er hat über das Medium Twitter seine Meinung mitgeteilt und erweckte dabei den Eindruck, er sei der Sprecher der Fraktion, obwohl seine Ansichten oft der Mehrheitsmeinung in der Partei widersprachen. Aber man muss die Konsequenzen abwägen, und Daniel Mack hat hier Sensibilität vermissen lassen. Das wurde ihm auch klar gesagt.“ Laut Bousonville werde es vorerst keine Meldungen an die Öffentlichkeit ohne interne Abstimmung geben. „Der Landrat hat das Recht zu entscheiden, wenn etwas nicht rechtens ist. Wir haben den Vorgang geprüft und festgestellt: Er hat Recht. Also macht es keinen Sinn, sich damit kritisch auseinanderzusetzen. Daniel Mack sah das anders – und das war genau die Sache, die nach außen drang, obwohl das nicht abgestimmt war.“
Zitate Daniel Mack: „Ich habe die Entscheidung zum Rückzug von diesem Amt getroffen, weil ich so im Fraktionsvorstand nicht weiterarbeiten konnte.“, „Da die Widerspruchsfrist am folgenden Tag abgelaufen ist, sah ich keine andere Möglichkeit, meine Meinung kundzutun als über das Internet. Man gab mir auch innerhalb meiner Fraktion keine Gelegenheit, anderweitig Stellung zu nehmen. […] Seit jeher haben die Grünen die Meinungsvielfalt vertreten und da gehört es auch dazu, dass man seine Meinung äußern kann. Wenn ich dies in meinem Blog tue, dann ist das ganz klar meine Meinung und nicht die der Fraktion oder der Partei.“
Agenturmeldung dpa:
Reiner Bousonville: „Die Wahrnehmung der Grünen-Positionen werden dadurch diffus in der Öffentlichkeit. […] Er hätte sich sensibler verhalten müssen. […] Macks Mitteilungen haben auch dem Koalitionspartner SPD geschadet. Zudem hat er zu viel Belangloses über Privatsachen oder Fußball geschrieben.“
Agenturmeldung dpap:
Daniel Mack: „Es kann doch nicht sein, dass jeder die Klappe halten soll. Zudem hat sich die politische Diskussion in Echtzeit über den Kurznachrichtendienst Twitter bewährt und entspricht auch der Zeit.“

20. September 2011
Der Fraktion teile ich meinen Rücktritt vom Amt des stellv. Fraktionsvorsitzenden der Kreistagsfraktion Bündnis 90 / DIE GRÜNEN Main-Kinzig per Mail mit. Einen konkreten Rücktrittsgrund gibt es nicht. Meine Meinung zum Widerruf des Landrates in Bezug auf die Wahl der Dezernenten am 26.08. hat jedoch eine besondere Bedeutung. Die Fraktion hat große Schwierigkeiten damit, wenn jemand aus seiner Sicht heraus Sachen kommentiert, die sich mit der Meinung der Fraktion nicht decken. Nur, wenn ich künftig alle Twitter- und Blogbeiträge vorher der Fraktion zur Genehmigung vorlegen würde, hätte ich im Fraktionsvorstand bleiben können. Private öffentliche Äußerungen sind somit nicht mehr möglich. Dieses Vorgehen ist für mich inakzeptabel. Auf Twitter äußere ich mich ironisch und leicht überspitzt:
[1] Grüne Kreistagsfraktion verständigt sich auf PR ohne Marketing, ohne Social Web & ohne Transparenz. Werde aus Vorstand ausscheiden. #MKK
[2] Tweets & Blogs d. Fraktionäre sollen Vorstand (ZK) vor Veröffentlichung zugehen. PS: Briefe an Castro schreiben sie (noch) nicht. #MKK
09. September 2011
In der Gelnhäuser Neuen Zeitung (GNZ) werde ich mit den folgenden Worten zitiert: „Die CDU fühlt sich in einer Aussprache behindert, die es auf der Tagesordnung gar nicht gab, und die sich entwickelt hat. Diese hätte in der vorbereitenden Präsidiumssitzung beantragt werden müssen.“ Mit den Worten „Teilt man die vorsichtige Einschätzung von Erich Pipa (SPD), müsste auch die Wahl von André Kavai (SPD) wiederholt werden. Die Abgeordneten im Saal konnten nicht wissen, dass die Kandidaten der Debatte nicht folgen konnten, da sie sich in einem anderen Stockwerk befanden.“ beschreibe ich die Situation aus einer objektiven Sicht. Meine Information, dass Kavai (SPD) und Zach (GRÜNE) außer Hörweite waren, hatten die Oppositionsvertreter nicht.
08. September 2011
Ich erfahren aus der Presse, dass die Wahl von Matthias Zach (Bündnis 90 / DIE GRÜNEN) zum hauptamtlichen Kreisbeigeordneten aufgrund eines Formfehlers wiederholt wird. Die Wahl von André Kavai (SPD) sei ordnungsgemäß verlaufen. Das teilte Landrat Erich Pipa am Mittwoch (07. September ) bei einer Pressekonferenz im Main-Kinzig-Forum mit.
Meine Twitter-Meldungen dazu: „Vorsitzende Koalitionsfraktionen am Mo.: “Wahl von @M_Zach nicht zu beanstanden” – Landrat Pipa am Mi.: “Wird wiederholt” – No comment! #MKK“
„Sehe keinen Grund zur Wiederholung der Wahl von @M_Zach. TOP 2 am 26.08. sah Bericht, keine Beratung vor. § 25 HGO greift somit nicht. #MKK“
04. September 2011
Die Vorsitzenden der Regierungsfraktionen Klaus Schejna (SPD), Reiner Bousonville (Bündnis90/ DIE GRÜNEN) und Jürgen Heim (Freie Wähler) erklären: „Die Wahl der beiden hauptamtlichen Kreisausschussmitglieder ist nicht zu beanstanden. Wir können keine rechtswidrigen Sachverhalte oder Verstöße erkennen“. Auch die Teilnahme am Wahlverfahren durch die Abgeordnete Conen bewerten SPD, Bündnis 90/Grüne und Freie Wähler als unproblematisch.
03. September 2011
In einem Blogbeitrag kritisiere ich die CDU: „Wenn die CDU-Fraktion sich nun an der Audio-Übertragung und Anwesenheit von Matthias Zachs Ehefrau, Ursule Conen (ebenfalls GRÜNE), gestört fühlt, dann kann es sein, dass sie zwar nach einem Urteil des Hessischen Verwaltungsgerichtshofes im Recht liegt, blamiert sich aber mit ihrem langweiligen, billigen und abgehobenen Verhalten bis auf die Hosen.“
01. September 2011
CDU fragt öffentlich, ob die Wahl der hauptamtlichen Kreisbeigeordneten Kavai (SPD) und Zach (DIE GRÜNEN) ungültig ist. Grund für die Sorgen ist eine Übertragung der Kreistagssitzung aus dem Kreistagssaal in das Forum des Kreishauses hinaus und die Mitwirkung von Zachs Ehefrau Ursule Conen an den Beratungen zur Wahl des hauptamtlichen Beigeordneten.
26.August 2011
Sitzung des Main-Kinzig-Kreistages ab September 00 Uhr in Gelnhausen. Aufgrund des Besucherandrangs wird die Sitzung via Audio-Livestream vom Sitzungssaal in die Vorräume übertragen. Vor dem Bericht des Vorsitzenden des Wahlvorbereitungsausschusses, Karl Netscher (SPD) verlassen die Kandidaten für die Wahl des hauptamtlichen Kreisausschusses André Kavai (SPD) und Matthias Zach (Bündnis 90 / DIE GRÜNEN) den Sitzungssaal. Im Anschluss an den Bericht diskutieren die Oppositionsvertreter Michael Reul (CDU) und Alexander Noll (FDP) über die Politik der nächsten fünf Jahre im Main-Kinzig-Kreis. André Kavai (SPD) und Matthias Zach werden im ersten Wahlgang mit xx und xx Stimmen gewählt und werden von Landrat Erich Pipa (SPD) vereidigt.

Hallöchen. Sollte da nicht auch noch stehen, dass Sabine Kraft inzwischen ihren Austritt zurückgenommen hat? Transparenz und so?
Meinjanur.
Guido
Richtig! Geupdatet.
Interessanter Post.Habe ein paar schöne Gedankenanstoesse gekriegt. Warte auf neue Posts.
Bousonville wird seine Gründe haben. Herr Mack hat in Bad Orb wegen Fingerprint genervt. Meine Unterstützung haben die Grünen!!
http://danielmack.de/maria-hoefl-riesch-der-alpine-skisport-ist-die-formel-1-des-winters/
Werden Sie solche Interviews auch noch machen, wenn sie wirklich aus der Fraktion ausgeschlossen werden? oder wird die Seite dann von den Grünen abgeschaltet.
Es wäre schade. Machen Sie weiter und bleiben sie wie sie sind. Wir brauchen mehr davon!!!
Vielen Dank für das Lob. http://danielmack.de ist meine persönliches Blog.
Interviews mit Sportlern, Politikern und unbekannten spannenden Personen wird es immer wieder geben! :-)
Hey Daniel,
super Zusammenstellung über die Willkür, welche einem wiederfahren kann, wenn man sich traut, Sachen auszusprechen, welche Leuten die am längeren Hebel sitzen, nicht passen könnten.
Wie du weißt ist mir ja Ähnliches passiert und deshalb bewundere ich die Kraft die du aufbringst und weiter gegen “die da oben” angehst und nicht aufgibst. Ich weiß wie schwer das sein kann und wünsche mir in der ganzen Sache einen positiven Ausgang für dich.
Mach weiter so!
Erstmal meinen Respekt für Herrn Mack.
Warum sich die Grünen im MKK so aufführen kann nur einen Grund haben: Mack hat Reichweite, ist bekannt, ist jung, ist frisch, ist anders, powert mit Inhalten und die Texte auf seiner Homepage werden öfters und intensiver gelesen als die Texte von Herrn Zach (der übrigens mal Hausverbot im MKK hatte und jetzt Dezernent ist).
Die Grünen haben ein Problem mit Mack weil er zu gut ist. Das ist bekannt.
Die Kreistagsfraktion ist gerade damit beschäftigt, die Zensurmethoden für ihre Öffentlichkeitsarbeit neu zu regeln. Sich einfach frei bei Twittern äußern geht bei Zach und Conen nicht. 12 Leute lassen sich von diesem Ehepaar regieren!
“Fresse halten” heißt bei denen “Teamwork”.
“Ich habe darauf hingewiesen, dass m.E. die Presseerklärung des Fraktionsvorstandes eine überaus sinnvolle Ergänzung sei.” schreibt Herr Weber-Hofmann.
Ich habe ihre Erklärung gelesen. Wo ist aber ihr Link auf Herrn Mack Seite?
Seien sie froh. Würde Herr Mack ihren Mist hier verlinken würde jeder ihre Peinlichkeiten lesen.
Seien sie froh ihre Erklärung hier nicht lesen zu müssen!!!!
Zur Ergänzung und Abrundung des Bildes, das die Mehrheit der grünen Kreistagsfraktion MKK abgibt, möchte ich hier noch öffentlich bekanntmachen, dass mir auf eine Email-Anfrage zu dem Thema nach sechs Wochen (!) geantwortet wurde und zwar ohne auf meine Fragen einzugehen, sondern lediglich mit dem Verweis auf die kuriose Pressemitteilung der Grünen Fraktion, auf die sie aber offenbar (und das spricht Bände!) noch stolz ist. Es wird in dieser Pressemitteilung insinuiert, dass Daniel Mack vertrauliche Äußerungen von Fraktionskollegen getwittert hätte (anders ist der reklamierte “Schutz-Raum” zur Meinungsbildung ja nicht zu begreifen), ohne das auch nur ein einziges Beispiel hierfür genannt werden kann. Des Weiteren wird auf diverse weitere Gründe für das Misstrauen der Fraktionsmitglieder gegenüber Daniel Mack hingewiesen, ohne dass auch nur ein einziger dieser Gründe genannt wird. So sieht Transparenz also aus: Man klagt jemanden öffentlich an, sagt aber nicht warum! Das ist fast kafkaesk. Zum Schluss werden Kommunikationspannen des Vorstands eingeräumt. Halb so schlimm natürlich. Hauptsache man versteht sich im Hinterzimmer.
Das Bild, dass die Fraktion der Grünen in MKK bietet, ist beschämend. Den Text der Pressemitteilung hingegen kann ich als Lehrerin gut nutzen – daran können Schüler:innen rhetorische Missgeschicke analysieren.
Lustig auch, dass Weber-Hofmann Daniel Mack auffordert auf die misslungene Presseerklärung auf seiner persönlichen Web-Seite hinzuweisen, die Grüne Fraktion aber selbstverständlich nicht auf Macks Seite verlinkt!
Es ist in Wahrheit ja ein Akt der Schonung, dass Mack, der viel mehr Leser:innen hat als die Grüne Fraktion, diese nicht weiter durch einen solchen Link blamiert.
Jetzt haben Sie sich noch gesteigert in angstbesetzter Peinlichkeit mit ihrem Abwahlantrag. Ich schäme mich für die! Immerhin wohne ich in dem Kreis und gehöre der grünen Partei an. Das ist sehr unangenehm.
Ach, schau an. Diejenigen, die Mack die Meinung verbieten wollen kommentieren hier im Blog.
Herr Weber-Hofmann, sind ihre Beiträge mit “Zensor Bousonville” (FAZ) abgesprochen. Am Ende sind sie auch noch ihren Posten los. Passen sie lieber auf.
Tatsächlich reicht die Bedeutung dieser Auseinandersetzung weit über den Main-Kinzig-Kreis hinaus. Der Aufstieg der Piraten in Berlin ist ein Signal. Ein wesentlich erschreckenderes aber, das kaum jemand mehr wahrnimmt, ist der Rückgang der Wahlbeteiligung, der überall zu verzeichnen ist. Darin drückt sich Missmut und Misstrauen gegenüber dem gesamten politischen System aus, gegenüber Strukturen, bei denen es darum geht, in Hinterzimmern Kompromisse auszuhandeln, um deren Vermittlung sich kaum mehr bemüht wird. Ergebnisoffene Debatten zu Sachfragen statt Lagerdenken und Geheimniskrämerei werden von Bürger:innen gewünscht, aber von vielen Politiker:innen gefürchtet. So gefährden sie aber letztlich sogar die Zustimmung zur Demokratie.
+1
+1 – Das geht in der Tat über den Main-Kinzig-Kreis hinaus und beschäftigt die Grünen auch anderswo. Dummerweise wollen Leute wie Herr Weber-Hofmann nicht verstehen, um was es eigentlich geht. Stattdessen folgen die Blinden dem einäugigen Fraktionschef.
Eingäugig? Da wär er ja ein Pirat. Er ist er mit dem Kapitän der Titanic zu vergleichen.
Herr Weber-Hofmann,
sie pissen Herr Mack hier an. Alles schön und gut, wirkt nur etwas trotzig. Spannend ist jedoch, dass sie Macks Nachfolger sind und sie die erschreckenden Kommentare von Reiner Bousonville teilen.
Sind sie mal auf die Idee gekommen, dass Macks Artikel den Zusatz “Meine Blogartikel stellen ausschließlich meine ganz persönliche Meinung da.” tragen?
Abgesehen davon, dass sie von der Kommunikation im Web nichts verstehen, scheinen sie auch nichts davon zu halten andere Meinungen zu dulden?
Sie stellen fest, dass Herr Mack sich absolut im Grünen Spektrum bewegt, jedoch eine Reichweite hat, die die der Fraktion um ein Vielfaches übersteigt. Warum? Weil Daniel Mack einer der Grünen Digital-Natives ist, der die politische Kommunikation der Gegenwart und Zukunft beherrscht und sie es nicht tun.
Dass Ihnen der Schaden für ihre Fraktion nicht bewusst ist, zeigt schon, dass sie Macks Nachfolger sind, unrechtmäßig ins Amt gekommen sind und nun keine Kritik am Vorgegen der Fraktion üben.
Grüne Grüße aus dem KV Aachen
Hallo Lena E. und Tannador,
ich wundere mich sehr über Ihre Kommentare. Daniel hat “aufgrund der vielen Nachfragen”, wie er schreibt, eine Chronologie zum Twitterstreit angelegt. Ich habe darauf hingewiesen, dass m.E. die Presseerklärung des Fraktionsvorstandes eine überaus sinnvolle Ergänzung sei. Falls Sie sich dafür interessieren, finden Sie den Text auf der Homepage der GRÜNEN im MKK.
Zu vielen weiteren Behauptungen kann ich nicht Stellung beziehen, weil sie überhaupt nicht begründet werden.
Zum Beispiel: Welche “erschreckenden Kommentare” soll ich teilen?
Viele Grüße.
Im Übrigen: ICH PISSE NIEMANDEN AN!
Herr Weber-Hofmann,
sie teilen die Kommentare von Herrn Bousonville. Und das ist nicht irgendwas sondern Klappe halten, schweigen und kuschen. Herr Mack betreibt eine öffentliche und nachvollziehbare Politik. Sie müssen ja nicht alles teilen, sollten das aber zu schätzen wissen und hätten das als Fraktion nutzen müssen.
Bousonville (50) und Conen (67) ist auf ihrer Seite zu lesen. Die beiden werfen Mack (24) raus. Aber schon toll, dass man sich den Wahlkampf “offen, im Netz” von ihm hat machen lassen.
Kleiner Tipp: Lesen sie mal den Müll ihres Kreisrats http://twitter.com/m_zach – Das ist wohl unter aller Sau!
Nachdenken, Weber-Hofmann!
Gruß aus Aachen!
Ich finde, Du solltest auch die Presseerklärung des Fraktionsvorstandes vom 14.10. oder einen entsprechenden Zeitungsartikel in Deiner Chronologie aufführen. Auch wenn Du diese Perspektive nicht teilst, sollten die Leser doch ein runderes Bild bekommen, oder?
Außerdem finde ich einige Kommentare grenzwertig. Jeder kann ja seine Meinung haben, aber Menschen als “krank” oder “Honk” zu bezeichnen, finde ich herablassend und nicht ok.
Dein Fraktionskollege.
Lieber Herr Reinhard Weber-Hofmann,
ich finde die Vorgehensweise der Fraktion hier “herablassend und nicht ok”. Hier wird die Meinungsfreiheit mit Füßen getreten und jemand, der nicht brav kuschen will, mit allen Mitteln abgekanzelt. Genau solches Verhalten nimmt der Demokratie die Luft zum Atmen – es ist hochgradig asozial.
Für mich ergibt sich erneut das Bild, dass die Grünen von metastasierenden Öko-Diktatoren durchsetzt sind, die nicht bereit sind Meinungspluralität zu akzeptieren. Erschreckenderweise scheint der geforderte Obrigkeitsgehorsam sogar die Verhältnisse in der CDU zu übertrumpfen.
Ich kann nur hoffen, dass die demokratischen Kräfte innerhalb der Partei diesen Demokratie-Krebs irgendwann besiegen können.
Liebe Grüße,
Tannador
Die Piraten brauchen politische Menschen die für Transparenz stehen.
Werden Sie Pirat.
mfg
yb
http://www.fr-online.de/rhein-main/fr-podiumsdiskussion-das-netz—ablenkungsmaschine-und-freiheitshilfe,1472796,11053086.html
Auf ihren geliebten Landesvorsitzenden können sie auch nicht setzen.
http://www.op-online.de/nachrichten/offenbach/trugschluss-twitter-revolte-1460924.html
Das ist die Politik der 70er. Gehen sie zu den Piraten und tuen sie den Bürgern den Gefallen und verschwenden sie nicht ihre Chancen!
Quatsch. Tarek Al-Wazir ist einer der angesehensten Politiker in Hessen. Ich durfte früher auch nur die Sendung mit der Maus sehen und finde mich heute im Internet einigermaßen zurecht.
Werden sie Pirat!
Sehr neutral und sachlich geschrieben. Wie lange hälst du es in der Fraktion noch aus? Da hat ja selbst der twitternde Zach einen Schlag weg.
Herr Mack hat seine Meinung. Schön & gut. Aber muss man als Fraktion nicht vollständig die Parteimunung vertreten? Ich kann Bousonville verstehen.
Hi Daniel,
eine gute Zusammenstellung der Ereignisse, hat bestimmt viel Zeit gekostet. Vielleicht hast du interesse, diesen Artikel auch auf TwitterSmash ein offenen News-Portal für Twitter und alle Nachrichten drum herum zu veröffentlichen. Finde es sehr interessant, wie die Grünen an das Thema heran gehen.
Gruß
Mirco
Hallo Mirco, ihr könnt gerne darüber berichten und auf meine Beiträge verlinken.
Gruß
Daniel
In den Augen von Bousonville ist Mack wohl so ein Philipp Lahm. Der hat ein böses Buch geschrieben. So böse, dass es nach dem Lesen gar nicht mehr böse ist.
Ich unterstütze Daniel Mack
Ich habe kein hohes Parteiamt. Ich habe vertrauliche Informationen über diese Angelegenheit. Jeder Sozialdemokrat muss auch nun Fragen was Ziel dieser Koalition mit Grünen sein soll, wenn Meinungen dort unterdrückt werden.
Herr Mack sagt nichts anderes als das was Herr Schenja und Herr Heim von SPD und FW UND !!! HERR BOUSONVILLE !!! gesagt haben. Eine Wahl ist nicht notwendig. Herr Mack macht einen Zusagt und sagt, dass man, wenn man auf Nummer Sicher geht, wie der Landrat, dass man dann beide Wahlen wiederholen muss.
Und deswegen muss jemand zurücktreten? Schämt euch Grüne, ihr Demokratieversager!
Sehr geehrter Herr Mack,
meinen Respekt dafür wie sie das alles durchhalten. Die Grünen im Main-Kinzig-Kreis sind mit dieser Haltung nicht mehr wählbar. Sie legen ja sehr sachlich dar, wie sich die Situation entwickelt hat und die Zitate von Herrn Bousonville sprechen für sich.
Machen sie weiter. Es ist gut, dass sie mit Herrn von Notz einen Unterstützer haben.
Beste Grüße
Dieter Öster (GN-Roth)
Die Grünen im Main-Kinzig-Kreis sind mit einem Trio angetreten, das vielleicht besser kaum sein könnte: Eine 67-jährige, ein 50-Jähriger und der 24-jährige Daniel Mack. Damit hatte man ein gutes Gespann, auch im Vorstand, mit dem man Erfahrung und Modernität verbinden wollte. Vor allem die Außenkommunikation sollte verbessert werden, u.a. durch Social Networks im Netz.
Nun haben sie Mack geopfert, weil sie der Macht wegen doch bei der Kommunikation aus dem letzten Jahrhundert bleiben wollen. Na super. Vor der Wahl Wein predigen und danach nicht mal Wasser anbieten.
Im MKK werde ich nicht mehr GRÜN wählen!
Herr Mack ist ein Internetpolitiker. Der MKK hat aber weitestgehend nicht das Internet. Es ist doch folgerichtig, dass Herr Bousonville eben Texte vorgelegt haben will. Warum auch nicht? Schließlich ist Herr Mack auf die Print-Zeitungen angewiesen!
Ist Herr Zach der richtige für ein Dezernentenamt? Ich habe mir mal seine Tweets durchgelesen. Es wäre besser, er würde es wie Bousonwill machen und nichts schreiben.
Die meisten Tweeds von dem sind echt lächerlich.
Was ist Bousonville für ein Honk? Er sagt zuerst warum er kein Twitter für die Fraktion will. Am Ende sagt er man plant bereits Twitter für die Fraktion. Will er die Leute verarschen oder sagt er tatsächlich dauernd etwas anderes?
Herr Bousonville, sie sagen „Wir haben große Schwierigkeiten damit, wenn jemand aus seiner Sicht heraus Sachen kommentiert, die sich mit der Meinung der Fraktion nicht decken.”
Wir Piraten nennen das Meinungsfreiheit. Verstehen Sie den Schaden, den sie ihrer Partei zufügen?
Tatsächlich reicht die Bedeutung dieser Auseinandersetzung weit über den Main-Kinzig-Kreis hinaus. Der Aufstieg der Piraten in Berlin ist ein Signal. Ein wesentlich erschreckenderes aber, das kaum jemand mehr wahrnimmt, ist der Rückgang der Wahlbeteiligung, der überall zu verzeichnen ist. Darin drückt sich Missmut und Misstrauen gegenüber dem gesamten politischen System aus, gegenüber Strukturen, bei denen es darum geht, in Hinterzimmern Kompromisse auszuhandeln, um deren Vermittlung sich kaum mehr bemüht wird. Ergebnisoffene Debatten zu Sachfragen statt Lagerdenken und Geheimniskrämerei werden von Bürger:innen gewünscht, aber von vielen Politiker:innen gefürchtet. So gefährden sie aber letztlich sogar die Zustimmung zur Demokratie.
Dass ausgerechnet ein Grüner Kreisverband hier zweifelhaften Ruhm erlangt, ärgert mich sehr. Man kann nur hoffen, dass die MKK-Fraktion noch “die Kurve kriegt” und sich nicht beratungsresistent zeigt.
Gute Zusammenfassung. Besser als diese Texteleien von dieser Erlkönigin von diesem Schandblatt. Ich halte Herrn Mack für einen sehr netzkompetenten Politiker. Er schreibt auf einer weißen Seite ohne Logo und hat einen sichtbaren Disclaimer.
Sorry, Herr Bousonvill und Herr Zach haben einen Stock im Arsch.
Wäre Herr Bousonwill ein bisschen fit, würde er schon längst ein Profil auf Twitter besitzen. Warum sagt er dem Tageblatt einfach ab und sagt nicht wie es weiter geht?
Ich habe das Gefühl, die Herren Zach und Bousonwill verstehen nicht wie wichtig die Sache für die Grünen noch sein kann. Dabei twittert Herr Zach doch jeden scheißdreck? Terasse, Kürbis und co. Oder hat er ein Problem mit Herrn Macks Followerzahl?
Herr Mack, kommen sie zu den Piraten. Die Zitate von Bounsonville sind nicht nur widersprüchlich, sie sind auch erschreckend!!!!
Einmal GRÜN – immer GRÜN! Wir sind als Partei auf einem sehr guten netzpolitischen Weg. => http://gruen-digital.de
chapeau, herr bousonville. fünf mal im kreise gedreht und jedem redakteur eine andere antwort gegegen. alles klar… mich würde konkret interessieren was sie an herrn macks zitaten stört?
kann die nicht jeder bürger unterschreiben?
ich jedenfalls schon…
Hi Daniel,
gute Zusammenstellung. Wird ja noch deutlicher wie krank dein Co-Vorsitzender ist. Ich würde mir das mit dem Rücktritt mal überlegen. So jemand kann man ja nicht alleine lassen….