Integration durch Taten nicht duch Worte
von Daniel Mack | kein Kommentar
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Das von Ministerprösident Roland Koch und der CDU geplante Burka-Verbot an Hessens Schulen hält der GRÜNE Landtagskandidat und Kreistagsabgeordnete Daniel Mack für reines Wahlkampfgeklapper.
Kochs Vorschlag, das Tragen von Ganzkörperschleiern in Schulen zu verbieten, sei die Lösung eines konstruierten Problems, was sich in der Realität nicht gestellt habe. “Nach Aussagen des Landesausländerbeirates gibt es in Hessen keine Schülerin, die in der Schule eine Burka trägt. Roland Kochs Ankündigung geht Meilen an der Wirklichkeit vorbei”, sagte Mack. Der Grüne fühlt sich mit Kochs neuerlichem Vorstoß an die Anti-Ausländer-Kampagne des Jahres 1999, mit der Koch im Wahlkampf auf Stimmenfang gegangen sei. Eine seriose Integrationspolitik sei das nicht.
Für Mack muss die Integration von Migrantinnen und Migranten als Herausforderung, zugleich aber auch als Chance verstanden werden. “Gerade vor dem Hintergrund des demografischen Wandels benötigen wir jeden Menschen, unabhängig von seiner Herkunft um als Gesellschaft aktiv und ökonomisch handlungsfähig zu bleiben.” Das Beherrschen der deutschen Sprache ist demnach eine Grundvoraussetzung für eine aktive Teilnahme in der Gesellschaft. Mack plädiert für eine stärkere Förderung der deutschen Sprache, ohne die Herkunftssprache zu vernachlässigen. Es sei nicht akzeptabel, wenn Frauen oder Mädchen aus kulturellen oder religiösen Gründen vom gesellschaftlichen Leben ausgeschlossen würden.
Anstatt aber Wahlkampfpolemik zu betreiben, solle sich Koch stattdessen um eine Ausweitung erfolgreicher Programm wie “Mama lernt Deutsch” oder “Integration durch Sport” bemühen und wirkliche Integrationspolitik betreiben. “Wir brauchen eine Integration durch Taten und nicht nur durch Worte”, so Mack.
