Das atomare Zeitalter ist im Main-Kinzig-Kreis vorüber – die Industrie wird ergrünen
von Daniel Mack | kein Kommentar
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“Es ist traurig, dass es eine Katastrophe im japanischen Fukushima brauchte, bis Angela Merkel und die Bundesregierung die Notwendigkeit eines schnelleren Atomausstieges verstanden haben. Trotz allem verdient Angela Merkel großen Respekt für diese Entscheidung, mit der sie ein hohes innerparteiliches Risiko eingegangen ist. Das ist ein grandioser Sieg für die Grünen“, so der Kreistagsabgeordnete Daniel Mack.
Die Bürger im Main-Kinzig-Kreis könnten sich freuen, dass sie nun atomfreien Strom beziehen und in Hessen kein weiterer Atommüll produziert werde. Das mittlerweile abgeschaltete Atomkraftwerk Biblis sei immer ein Symbol für den Irrsinn des Atomzeitalters geben. Über 800 Störfälle habe es seit der Inbetriebnahme der Pannenreaktoren am Rhein gegeben.
„Besonderer Dank gilt dem ehemaligen Umweltminister Joschka Fischer für seinen harten und erfolgreichen Kampf für das Ende der Hanauer Nuklearbetriebe. Ich hoffe dass die anderen Parteien auch die ökologische und ökonomische Chance erkennen, die in der Energiewende liegt. Mit dem Ausstieg übernimmt Deutschland nicht nur klimapolitisch, sondern auch industriepolitisch die Führung in Europa.“, so Mack. Der Main-Kinzig-Kreis müsse nun dazu beitragen, dass als Alternative zur Atomindustrie neue Leitindustrien aufgebaut werden können und die Unternehmen und Konzerne in der Region noch intensiver dabei unterstützen. Es gehe darum, ein Wirtschaftssystem zu schaffen, das nicht nur kurzfristig Gewinne mache, sondern das auf Dauer gut aufgestellt und mit unseren Lebensgrundlagen vereinbar sei. Der Anreiz, dahin zu kommen, sei mit der schrittweisen Abschaltung der Atomkraftwerke gewaltig wachsen.
Der Grüne betont, dass die Rot-Grüne Kreiskoalition mit der Absicht im Jahr 2016 alle Bürger im Main-Kinzig-Kreis mit Strom zu 100% aus erneuerbaren Energien versorgen zu wollen, ein ambitioniertes Ziel verfolge: „Der Main-Kinzig-Kreis ist eine starke Industrieregion. Die Erwartungen sind sehr groß. Wir haben damit eine große Verantwortung. Dem müssen wir gerecht werden. Wir müssen jetzt zeigen, dass wir den Energieumstieg professionell gestalten können. Das grüne Jahrhundertprojekt vom ökologischen Umbau der Wirtschaft muss jetzt auch vor Ort in Angriff genommen werden.“
Die Windkraft sei einer der wichtigsten Helfer bei der Energiewende. Um den Anteil erneuerbarer Energien bis 2016 deutlich zu steigern, müsse die Genehmigung für die Anlagen erleichtert werden. Die Windkraft sei auch den Gegnern zumutbar, da es in der Energiewende um das Gemeinwohl gehe. „Wenn der Hessische Energiegipfel keine verbindliche Festlegung für mehr als 2% der Landesfläche als Vorrangfläche für die Windenergie erreicht, dann kann die Energiewende nicht stattfinden. Der Umstieg auf erneuerbare Energien ist ein Modell, das für Wohlstand sorgt“, so Mack.

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