Screenshot: Polizei Frankfurt

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Screenshot: Polizei Frankfurt

Blockupy hat die Kontrolle verloren. Brennende Polizeiautos und verletzte Polizisten zur Eröffnung der neuen Zentrale der Europäischen Zentralbank haben mit legitimer Kritik an deren Politik nichts gemein. Das war kein demokratischer Protest. Gewalt gegen Menschen und Sachen sorgt nicht nur für breites Unverständnis, sondern bei vielen Bürgern vor allem für Angst und Schrecken. Diskutiert wird darüber am Arbeitsplatz, mit Freunden im Café, aber auch in Social Networks. Über 120.000 Mal wurde heute unter dem Hashtag #Blockupy gewtittert, 110.000 Mal unter #18M. Zum Vergleich: rund 16.600 Tweets verzeichnete der 4:0 Sieg des FC Bayern vergangenen Samstag bei Werder Bremen.

Polizeiarbeit in 140 Zeichen

Mit über 80 Tweets dabei: @Polizei_FFM. Die Frankfurter Polizei hat heute Maßstäbe gesetzt und gezeigt, dass die digitale Sphäre als neuer öffentlicher Raum unserer Gesellschaft betrachtet werden muss, in dem Sichtbarkeit und Präsenz der Polizei enorm wichtig sind.

 

Persönlicher Kommunikationsstil

In ihrer 140-Zeichen-Kommunikation setzt die @Polizei_FFM auf einen persönlichen Stil, der sich wohltuend von der gewohnten bürokratischen Behördenkommunikation unterscheidet und auch ab und an ein Augenzwinkern zulässt. Die Frage lautet deshalb nicht, ob die Polizei überhaupt in Social Networks aktiv sein sollte, sondern wie die Ordnungshüter die Vorteile der Social-Media-Kommunikation nutzen können. Denn wenn die Polizei nicht selbst im Social Web aktiv wird, füllen andere die Lücke. Im Fall von Blockupy wären das Spinner und Verschwörungstheoretiker, die zum Teil auch gezielt Legenden verbreiten.

Einsätze nachvollziehbar machen

Durch die Tweets und den Dialog der @Polizei_FFM ist die Polizeiarbeit rund um die Eröffnung des EZB-Neubaus nicht nur transparenter und nachvollziehbarer geworden. Die Polizei hat mit Videos und Informationen über die aktuellen Ereignisse auch dafür gesorgt, dass sich neutrale Beobachter sehr schnell ihr eigenes Bild von den Geschehnissen rund um den Zentralbank-Neubau machen können, bevor Radio- und Fernsehsender kompakt und zugeschnitten darüber berichten.

Bürger in Echtzeit informieren

Gerade in Ausnahmesituationen, zu denen Großdemonstrationen mit Gefährdungspotential ohne Zweifel gehören, ist Twitter ein wichtiger Kanal, um die interessierte Bevölkerung ebenso wie friedliche Demonstrationsteilnehmer unabhängig von polizeilichen Infrastrukturen in Echtzeit und direkt zu informieren, sowie den Dialog zu eröffnen.

Die @Polizei_FFM ist der Gewinner des Tages.

11 Kommentare

  1. Raimund Wernick says:

    Schön und gut. Dachte ich, nachdem ich den Beitrag das erste mal gelesen habe. Dann wurde mir an der Seite angezeigt, dass sie im Wahlkampf Al Wasir promotet haben und mir ist nun einiges klar geworden.

    Sie tarnen sich als Kommunikationsberater und sind nur ein schwarz grünes Uboot!!!

  2. Markus says:

    Ist die Frankfurter Polizei ein Kunde von Dir?

  3. Leon says:

    Zufällig auf den Artikel hier gestoßen, hab das Geschehen heute live und auf Twitter verfolgt, @Polizei_FFM hatte soweit ich mich erinnere gestern abend noch ~8K follower, aktuell sind es 14,1K.

  4. Julian says:

    Endlich mal wieder ein Beitrag. Noch dazu mal wieder zu nem aktuellen Thema. Mich würde mal interessieren, wie viele Leute die Polizei so erreicht hat. Hast du da Werte?

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