Neben dem weltweiten Klimawandel und den damit verbundenen Folgen ist der demografische Wandel einer der großen Megatrends der nächsten 100 Jahre.

Der demografische Wandel wird in den nächsten Jahren Städte und Gemeinden in Deutschland vor große Herausforderungen stellen und den politischen Entscheidungsträgern wichtige zukunftsweisende Beschlüsse abverlangen. Egal ob es um Alterung, Schrumpfung oder um Wanderungsbewegungen geht  – er betrifft mit Stadtentwicklung, Bildung, Wohnen, Wirtschaft und Sozialem nahezu alle kommunalen Bereiche.

Hier ist der Main-Kinzig-Kreis ganz besonders gefordert, um in Kooperation mit den Städten und Gemeinden des Kreises aktiv zu werden.  Die Verschiebung der Altersstruktur hat dramatische Konsequenzen für die Finanzierung der sozialen Sicherungssysteme. Zugleich stellt sich die Frage, welche Rolle die Gesellschaft älteren Menschen zumisst, die im Durchschnitt dank dem technischen und medizinischen Fortschritt zwanzig Jahre länger leben als noch Mitte des 20. Jahrhunderts.

Ein Miteinander der Generationen in einer älter werdenden Gesellschaft, die Entwicklung von Städten und Gemeinden, der Erhalt der Lebensqualität und die bessere Vernetzung von Bildungseinrichtungen sind große Chancen.

Das Augenmerk gilt aber vor allem den schwierigen sozialen Brennpunkten. Wie der aktuelle Sozialatlas des MKK zeigt verschärfen sich nicht nur in Großstädten, sondern auch in Kommunen auf dem Land Problemlagen und soziale Ungleichheiten. Kinder und Jugendliche sind davon am stärksten Betroffen. Die Auswirkungen von Armut und damit verbundenen geringeren Bildungschancen ziehen sich durch ein ganzes Leben. Dabei werden gerade in den nächsten Jahrzehnten mehr denn je qualifizierte Arbeitskräfte benötigt, da das Erwerbstätigenpotential in Deutschland bis ins Jahr 2050 um ca. 10 Millionen sinken wird  – als Industrie- und Dienstleistungsstandort werden wir hiervon ganz besonders betroffen sein.

Als Gesellschaft werden wir deshalb nicht nur aus politischen und humanitären Gründen EinwanderInnen aufnehmen müssen, sondern auch aus wirtschaftlichen Gründen. Der Bedarf an qualifizierten Arbeitskräften wird nur durch einen verstärkten Zuzug von Arbeitskräften aus dem Ausland zu decken sein. Die Chancen der Region im internationalen Wettbewerb zu bestehen sind unter anderem auch von der Zuwanderung junger qualifizierter Menschen abhängig.

Im Main-Kinzig-Kreis braucht es starke GRÜNE um soziale Ungleichgewichte auf die politische Tagesordnung zu bringen und um in eine Gesellschaft von morgen zu investieren – in Bildungschancen, in Familien-, Armuts- und Integrationspolitik. 

Unsere Gesellschaft braucht jeden Menschen, egal ob alt oder jung – und jeder Mensch braucht seine Chancen und Möglichkeiten um eine Perspektive für sich zu entwickeln.

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