Der SC Paderborn ist ein Provinzclub!

Platz für 15.000 Leute im kleinen schnuckeligen Stadion, keine Millionen-Transfers und dann zu Saisonbeginn gleich den Bundesliga-Dino HSV geschlagen. Und irgendwie es ja auch putzig, dass Anwohner Fußballspiele nach 22 Uhr in Paderborn verhindert haben.

Ja, der SC Paderborn kommt aus der Provinz. Nicht weil Paderborn in der Provinz liegt, sondern weil die Verantwortlichen des SC Paderborn provinziell denken.

Verständlich, dass einem kleinen Stadion mit wenigen Zuschauern die günstigste Dauerkarte im Liga-Vergleich mit 255 Euro (beim FC Bayern sind es 140 Euro) die teuerste ist. Dass der Provinz-Club aber ausgerechnet bei Schwerbehinderten versucht, richtig Kasse zu machen, geht gar nicht.

Während der Preis für die normale Dauerkarte mit dem Aufstieg um 22 % verteuert wurde, wurde der Jahresticketpreis für Schwerbehinderte von 358 Euro auf 765 Euro verdoppelt. Und auch für eine Begleitperson, die bei anderen Clubs kostenlos mit ins Stadion kommen kann, muss noch einmal die Hälfte des Ticketpreises bezahlt werden. Was letzte Saison noch einen Preis von 358 Euro hatte, kostet nun 1.152 Euro.

Eine Verdreifachung des Ticketpreises für Schwerbehinderte steht einer Preiserhöhung um 22% für Nichtbehinderte gegenüber? So geht Inklusion nicht, liebe Verantwortliche des SC Paderboring! Das ist unsportlich, ausgrenzend und ein falsches Signal!

Nehmt Euch ein Beispiel am FC Bayern. Dort kostet die Dauerkarte für Behinderte 80 Euro. Nicht pro Spiel, sondern im Jahr. Das ist Inklusion!

  1. Mal auf die Idee gekommen, dass ein Ticket in Paderborn gar nicht so billig sein kann, weil das Stadion klein ist?

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  2. Du wolltest doch auch den behinderten Weitspringer bei der EM der Normalen dabei haben oder? Ich finds ja gut wenn du dich mit behinderten Leuten beschäftigst. Es nervt aber dass du anderen vorschreiben willst wie sie behinderte zu fördern haben!!

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  3. Ihr Vergleich des SC Paderborn ist ein Vergleich Äpfel mit Beinen. Der FC Bayern spielt vor allem finanziell in anderen Regionen als der SC Paderborn. Sie vergessen in ihrer Rechnung, wie viel Platz ein Behinderter im Stadion braucht und bedenken dabei nicht, wie viele Plätze normal hätten verkauft werden können.

    Ich finde es gut, daß in Paderborn Behinderte Plätze im Stadion finden können und sie auch von jemanden begleitet werden können!

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