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Fluglärm: Main-Kinzig-Kreis hellwach – Bad Orb räkelt sich schlaftrunken im Bett

von Daniel Mack | kein Kommentar
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Taten statt halbherziger Ankündigungen. Bürgermeisterin Helga Uhl erklärte, die Bad Orber Stadtverordnetenversammlung werde sich in ihrer nächsten Sitzung nach jahrelangem Schweigen, Verdrängen und Wegschauen mit dem Fluglärm befassen.

Ich erwarte von Helga Uhl und den Bad Orber Parteien nicht nur die Unterstützung der solidarischen Erklärung für die Klagegemeinschaft mit den anderen Bürgermeistern, sondern auch die Herbeiführung eines Beschlusses zum Beitritt der Stadt zur Interessengemeinschaft gegen Fluglärm für uns alle. Während andere hellwach sind, liegt die komplette Bad Orber Stadtpolitik offensichtlich passiv im Bett. Keine Partei war in der Lage die Veränderung der Lärmbelastung zu erkennen und sich dieses Themas anzunehmen – stattdessen wurde verharmlost, schöngefärbt und verdrängt. Bemerkenswert ist, dass die Bürgermeisterin mittlerweile eine steigende Flugaktivität festgestellt hat.

Helga Uhl hat auf der Bürgerversammlung im Herbst 2010 gegenüber Einwohnern, die sie auf den extrem steigenden Fluglärm angesprochen haben, erklärt, sie sei höchstpersönlich im Gespräch mit der Deutschen Flugsicherung (DFS), um eine Verminderung der Lärmbelastung für den Tourismus- und Erholungsort Bad Orb zu erreichen. Einen Erfolg konnte wohl kein Bürger feststellen. Deshalb muss nun der parlamentarische Weg erfolgen, um in unserem Landkreis gemeinsam den Druck auf die DFS und verantwortliche Politiker wie den CDU-Bundestagsabgeordneten Peter Tauber zu erhöhen. Wir brauchen eine überprüfbare Verpflichtung der Flugsicherung auf den Lärmschutz und einen wirksamen Schutz der Bürger und Gäste. Dazu muss man kein Gegner des Flughafens sein. Ganz im Gegenteil! Andere Großflughäfen, wie z.B. London Heathrow oder Los Angeles haben bewiesen, dass durch den lärmarmen Sinkgleitflug eine deutliche Entlastung möglich ist. Das mindert natürlich die Gewinnsprünge von Flughafenbetreibern wie Fraport (Gewinnverdopplung 2009 zu 2010). Das von engagierten Bürgern hochgehaltene und liebenswerte Bad Orb hat mehr Engagement und Einsatz für seine Zukunft verdient.

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