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Für eine humane Drogenpolitik- gegen stumpfsinnigen Populimus

von Daniel Mack | Ein Kommentar
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Zu der “klaren Positionierung” der Jugendorganisation der CDU im Main-Kinzig-Kreis zur Drogenpolitik:

Wenn die Freiheit und Selbstbestimmung von drogenkonsumierenden Menschen in Gefahr gerät, genau dann ist die staatliche Drogenpolitik gefragt. Nicht eher und nicht später. Der Konsum von Drogen gehört seit jeher zur menschlichen Kultur. Selbst von JU-Mitgliedern ist nicht zu erwarten, dass sie die Nutzung von psychotropen Substanzen aufgeben. Auf dieses Faktum gibt es nun für die Politik zwei Möglichkeiten zu reagieren: 1. Wie die JU den Versuch aus der politischen Krabbelstube zu unternhemen, alle (!) Drogen in Deutschland zu verbieten, das Problem damit für erledigt ansehen und heimlich in Stoßgebeten darauf zu hoffen, dass ein “Neuer Mensch” geschaffen wird und schon nichts Schlimmes passiert. Da jedoch langfristig die Ideologie nicht gegen die Realität gewinnen wird, bleibt nur Möglichkeit 2: Sich wie die GRÜNEN mit dem Problem ohne Scheuklappen zu beschäftigen und vernünftige Lösungen zu schaffen.”

Für die GRÜNEN gehört die Prävention in den Mittelpunkt der Drogenpolitik. “Wir befürworten glaubwürdige und frühzeitige Maßnahmen, die Abhängigkeit und riskante Konsumformen verhindern oder zumindest verringern. Dagegen halten wir es für falsch und kontraproduktiv, den Konsum von Drogen in nicht gebotener Art und Weise strafrechtlich zu verfolgen und die Konsumenten auf den Schwarzmarkt zu verdrängen. Denn dort gibt es keine Regulierung. Prävention, die ihren Namen verdient, wird so eher behindert. Wir wollen einen angemessenen Weg einschlagen, zwischen einer staatlich verordneten Abstinenzkultur und einer drogenpolitischen Laissez-faire-Haltung. Zentrale Elemente sind die Verhaltensprävention, die Schulung im verantwortlichen Umgang mit Drogen wie auch Verhältnisprävention, also eine Veränderung der äußeren Umstände, die zum Drogenkonsum verleiten – wie etwa beschönigende Werbung.

Wir GRÜNE setzen uns für eine Drogen- und Suchtpolitik ein, die gesundheitspolitisch konsequent handelt, die also illegale und legale Drogen genauso wie die Verhaltenssüchte einbezieht. Mit einem Mix verschiedener Maßnahmen wollen wir insbesondere die Prävention problematischer Konsumformen und von Abhängigkeit wirksam unterstützen. Unser Ziel ist eine Drogenpolitik, die den Willen zur Drogenfreiheit stärkt. Die Menschen, die dennoch Drogen gebrauchen, sollen zu einem verantwortlichen Umgang mit Drogen und stoffungebundenen Suchtmitteln befähigt werden. Es stellt sich schlussendlich die Frage, ob man in der Drogenpolitik Teil der Lösung oder Teil des Problems sein möchte. JU und GRÜNE haben sich hier offensichtlich entschieden.

Ein Kommentar zu ‘Für eine humane Drogenpolitik- gegen stumpfsinnigen Populimus’

  1. [...] (Holger Saß, Gelnhausen) per Leserbrief (GNZ 15.04.2011) öffentlich gegen mich gewandt hat. Meine Reaktion “Für eine humane Drogenpolitik – gegen stumpfsinnigen Populismus” auf die JU-Spielerein muss wohl unbemerkt an ihm vorüber gegangen sein… Auf den Schock [...]

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