Hausärztliche Versorgung durch Gesundheitsreform gefährdet
von Daniel Mack | kein Kommentar
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Die Kreistagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen sieht die fraktionsübergreifenden Bemühungen im Main-Kinzig-Kreis, die hausärztliche Versorgung insbesondere im östlichen Kreisgebiet zu verbessern, nun durch die von Union und FDP auf Bundesebene beabsichtigte Gesundheitsreform zunichte gemacht. Schwarz-Gelb plane, die Vergütungen der Hausarztverträge pauschal zu begrenzen, was aus Sicht der Grünen die notwendige Weiterentwicklung der hausärztlichen Versorgung gefährdet. Im Hinblick auf die zukünftigen Anforderungen im medizinischen Versorgungssystem sei dies genau das falsche Signal, das die Bundesregierung setze.
„Die Anforderungen an die gesundheitliche Versorgung ändern sich im Zuge des demografischen Wandels. Wir haben es mit einer steigenden Zahl von Patientinnen und Patienten mit chronischen Leiden und Mehrfacherkrankungen zu tun. Das macht eine gute Zusammenarbeit und Vernetzung zwischen Ärzten, Pflegekräften und Krankenhäusern erforderlich. Den Hausärzten kommt dabei eine Art Lotsenfunktion zu. Sie leiten die Patientinnen und Patienten durch das komplexe Versorgungssystem und müssen den ganzheitlichen Blick auf deren Versorgung gewährleisten. Ziel muss es daher sein, die hausärztliche Versorgung weiter zu stärken. Dazu gehört auch eine angemessene und praktikable Honorierung. Die von der Bundesregierung geplanten Einsparungen an falscher Stelle sind eher abträglich“, so die Mitglieder des Fraktionsvorstands Daniel Mack und Christina Schmidt.

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