Helmut Schmidt: Internet ist bedrohlich

„Erstens: Das Internet gehört kaum zu meiner Welt. Zweitens: Ich empfinde es als bedrohlich. Und drittens: Es hat Zukunft.“ Helmut Schmidt, 19. April im ZEIT-Magazin

Leider gehört es zu den weit verbreiteten Vorurteilen, dass die digitale Welt keinen Platz für ältere Bürgerinnen und Bürger biete. Oftmals wird immer noch die überholte Losung ausgegeben, Digitalität sei etwas für Jugendliche und Freaks. Laut Bitkom nutzen jedoch fast 70 Prozent der über 50 Jährigen und circa ein Viertel der über 65 Jährigen das Internet selbst. Unter anderem das zeigt: Der digitale Raum ist längst zum Kulturraum für alle Altersgruppen gewachsen.

Es ist schade, dass Altkanzler Schmidt als angesehene Persönlichkeit sich dieser gesellschaftlichen Tatsache entzieht. Er verschafft sich selbst keinen Eindruck von der digitalen Welt, beobachtet sie skeptisch aus der Ferne. Kein Wunder, dass er sie dann als bedrohlich empfindet. Diese Haltung zeigt eine Innovationsangst, welche man gezielt angehen und entkräften sollte – zum Beispiel mit einer verstärkten Bildungspolitik im Bereich der neuen Medien und Medienkompetenz.

2 Kommentare

  1. Mittlerweile bin ich schon steinalt – nämlich über 50. Trotzdem schaffe ich das auch noch so halbwegs ;-)
    Die Welt ist näher, interessanter, vielseitiger, transparenter.
    Natürlich muss man wissen,was man tut und verantwortungsbewußt damit umgehen.
    Aber ist das nicht immer und überall so?

    • Daniel Mack says:

      Man ist immer nur so alt wie man sich fühlt :-)

      Ich stimme Ihnen vollkommen zu. Es kommt auf die Art der Nutzung nicht auf das Medium selbst an. Informiere ich mich auf tagesschau.de oder auf BILD.de, schaue ich Mittags Sat.1 und RTL oder eine Dokumentation auf Arte.

Kommentieren