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Matthias Zach: “Klatsch und Tratsch werde ich nicht twittern”

von Daniel Mack | kein Kommentar
Durchschnittliche Lesezeit: etwa 2 Minuten.


Name: Matthias Zach – Twitter: @m_zach

Geburtsjahr: 1952

Wer ich bin:

Grüner seit 1983. Aktiv in Niederdorfelden, im MKK, 12 Jahre Mitarbeiter im Hessischen Landtag und seit 5 Jahren direktgewählter Bürgermeister in Niederdorfelden. Wirtschafts- und Sozialwissenschaftler, nicht promoviert

Erster Tweet:

muss meine Weihnachtsbesuche bei unseren Seniorinnen und Senioren noch zu Ende bringen. Macht immer wieder Spaß! 12:40 AM Dec 22nd 2009

Homepage: www.matthiaszach.de

Dafür:

100% für Solidarität, für Naturschutz und für Niederdorfelden und im Miteinander für offenes Visier

Dagegen:

Lüge, Tratsch, Gemeinheiten und Dreckschleudern sowie Raubbau an der Natur

Wie wichtig ist Twitter für Dich?

Es wird immer wichtiger. Allerdings kontrolliert, in der Sprache und den Äußerungen

Kannst Du als Bürgermeister Deine Botschaften in 140 Zeichen packen?

Ich versuch‘s und es gelingt mir immer besser!

Welche Möglichkeiten bieten sich für Kommunen im Social Web?

Es ist einfach das Medium der Zeit, Informationen zu geben und: Neugier an der politischen Arbeit zu erzeugen und Rückfragen zu initiieren.

Warum hast Du dich dazu entschlossen, Twitter zu nutzen? Was erhoffst Du Dir davon?

Ja, ganz einfach: Informationen zu geben und neugierig auf Mitarbeit zu machen. Politik ist spannend und ehrenamtliche Politik notwendig und gut!

Wie hoch ist der Aufwand für Dein Twitter-Engagement?

Na ja, ich versuche es auf die Morgen- und die Abendstunden zu konzentrieren, aber 2 Stunden würde ich inzwischen schon sagen – es sei denn, so was wie Guttenberg kommt.

Was twitterst Du – was twitterst Du nicht?

Da ist Guttenberg ein gutes Beispiel. Ich habe lange gezögert, zu twittern. Erst als immer mehr Plagiatsfälle deutlich wurden, habe ich auch angefangen –schließlich gehörte ich auch mal zur Wissenschaftscommunity und habe mich schließlich gefragt, wo eigentlich der Doktorvater und der Zweitgutachter geblieben sind.

Klatsch und Tratsch werde ich nicht twittern.

Was hat sich für Dich am meisten durch Social Media verändert?

Die Informationswelt wird kleiner, die Informationen schneller und die Informationsflut größer, die Verantwortung für den eigenen Text und die Retweets wird höher.

Zwei Fragen von Matthias Zach an Daniel Mack

1. Wie wirkt sich diese Informationsflut auf Dein persönliches Verhalten aus? Wie sortierst Du Wichtiges von Unwichtigem?

Die Informationsflut auf Twitter hält sich in Grenzen. Da ich maximal 250 Accounts auf Twitter folge und meistens nur über mein iPhone zugreife, kann ich Twitter auch ganz schnell für ein paar Stunden oder im Urlaub für ein paar Tage „weglegen“. Problematischer ist die E-Mail-Flut. Ich habe mein E-Mailprogramm trainiert, alle Mails in Ordner und Kategorien zu sortieren. Das sorgt für mehr Überlick und am Wochenende schau ich in einige Ordner gar nicht erst rein.

2. Das Netz vergisst nix. Wie gehst Du mit Vorhalten aus der Vergangenheit um, die durch Twitter dokumentiert werden?

Twitter ist sehr spontan. Der ungefilterte und freie Fluss von Informationen macht den Dienst sehr interessant. Sicher überlege ich manchmal, ob ich das eine oder andere twittern kann oder sollte. Wenn ich mich dann, nach Abwägen des Für und Wider, für das twittern entscheide, stehe ich, obwohl Twitter ein sehr schnelles Medium ist, zu meinen getätigten Äußerungen.

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