“Karriere gehört nicht zu meinem Wortschatz”
von Daniel Mack | 16 Kommentare
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Interview mit Julia Weigelt von den Kinzigtalnachrichten über neue Medien, den überalterten Kreistag und Karriere.
“Manche sehen ihn als Vorreiter der „Digital Natives“, die mit dem Internet aufgewachsen sind. Für den Fraktionsvorstand der Kreis-Grünen ist er eher ein Sorgenkind: Am Bad Orber Kreistagsmitglied Daniel Mack scheiden sich die Geister. Er selbst kann die Aufregung um seine Person nicht verstehen.
Er kommt mit dem Zug. Die Strecke vom Bahnhof in die Schlüchterner Innenstadt läuft Daniel Mack zum ersten Mal. „Doch ganz schön weit“, stellt er fest. Und sagt gleich, wie wichtig es sei, dass der Landkreis in seiner Gänze und Vielschichtigkeit betrachtet werde – vor allem im Kreistag. Dass es vom Schlüchterner Bahnhof weiter bis zum nächsten Café ist als in Gelnhausen, hat auch der 24-Jährige jetzt gemerkt.
2009 haben Sie es mit Rassismusvorwürfen bis auf Spiegel Online geschafft, jetzt sind Sie mit der Twitter-Affäre in den Medien. Wollen Sie der berühmteste Kreistagsabgeordnete Hessens werden?
Nee, ist nicht mein Ziel.
Ist die Schelte des Fraktionsvorstandes gerechtfertigt?
Nein. Denn sehen Sie: Die Kritiker sind sich ja noch nicht mal einig. Der Deutschen Presse Agentur wird gesagt, meine Online-Einträge behandeln zu viel Fußball und Belangloses, dem Hessischen Rundfunk wird gesagt, abweichende Meinungen könnten nicht geäußert werden. Jetzt heisst es, ich trüge Vorstandsinterna nach außen. Meinen Rücktritt nahm man nicht an, wählte mich fern ab der Geschäftsordnung aus dem Amt. Was soll man davon halten? Beiträge über Internas gab es nicht und sie wird es auch nicht geben. Man konnte mir im übrigen auch keine zeigen. Das ist hilflos. Ich stimme dem Vorstand insofern zu, wenn er sagt, man brauche geschützte Räume, in denen diskutiert werden kann. Das darf man aber nicht mit Hinterzimmerpolitik verwechseln. Kommunikation ist heute nicht mehr One-Way sondern Dialog & Austausch, online & offline. Die Betonung liegt jeweils auf dem und. Wer Dirk Nowitzki antwittern und mit der Fußballnationalmannschaft chatten kann, der erwartet diese Nähe auch von der Politik. Auf der Homepage Ihrer Zeitung konnte man von zehn Jahren auch noch keine Kommentare hinterlassen. Es ist gut, dass man es heute kann. Und darum geht es auch: direkte Verbindungen herstellen.”
Weiterlesen auf kinzigtal-nachrichten.de
PDF-Datei des Interviews in den Kinzigtalnachrichten, PDF-Datei des Interviews im Hanauer Anzeiger.

Abends wird der Faule fleißig.
Aus den Augen, aus dem Sinn.
Hallo Daniel,
die SPD hat einen AK Kommunikation gegründet. Ist das die Antwort auf die Blamage des Grünen Vorstands? http://meinkreis.de/aktuell/andreas-baer-spd-leitet-neu-gebildeten-arbeitskreis-kommunikation
Wenn es eine Antwort ist, dann ist es eine gute Antwort.
Souveränes Interview!!
Weiter so, Daniel!
Warum tust du dir die Leute in deiner Fraktion noch an?
Ich möchte sehr gerne in der Fraktion bleiben, um an der Gestaltung des Main-Kinzig-Kreises mitwirken. Grundvoraussetzung ist jedoch, dass jeder in der Fraktion seine eigene Meinung offen nach außen kund tun kann und lediglich Fraktionspositionen und -meinungen intern abgestimmt werden müssen.
“Erstmal muss die Eintracht bis dahin wieder in der ersten Liga spielen.”
Right! Du hast meine Unterstützung!
Viel sachlicher als der Fraktionsvorstand. Wie man echt auf die Idee mit Rede und Twitterverbot kommen kann……… die Piraten freuen sich!
Ob sich die Piraten freuen bleibt abzuwarten. Irgendwann ist der Hype auch vorbei…
Was geht denn mit den Grünen? So wandern doch noch mehr Wähler zu den Piraten.
Bei den Grünen im Kreis glaubt man echt sie wollen den Daniel Mack nur loswerden, um Ruhe im Karton zu haben.
Da hätte ich ja gleich die CDU wählen können. Wie Daniel Mack schon sagt. Die sind uncool. Und die Grünen hier auch!
Daniel Mack ist nicht der Mensch für den die Grünen im Kreis in halten. In Bad Orb weiss jeder, dass es ihm zu verdanken ist, dass der Fingerscanner Automat am Freibad weg ist.
Ist es schlimm wie er die Medien in seine Kampagne eingespannt hat? Die machen doch nicht was Daniel Mack sagt, die gehen auf Quote und das ist eben das was Daniel kann. Er hat das Thema mit dem Fingerscanner und dem Datenschutz so aufgebaut, dass wir die Hessenschau hier hatten. Nicht gut wäre das für den Ort, haben ein paar Orber Politiker gesagt.
Und heute? Die Bürger sind Daniel dankbar für sein Engagement. Das sieht man doch am Ärztenetz Spessart. Die schreiben doch nicht ohne Grund auf diese Seite hier.
Daniel, kann es sein, dass Leute wie der neue Dezernent Zach und Bousonville einfach Angst vor der Bedeutungslosigkeit haben?
Wir sind froh, dass Du ein Bad Orber bist!
Viele Grüße
Vielen Dank!
Und wie geht es jetzt weiter? Können sie in der Fraktion noch mitarbeiten?
Hallo Herr Mack, ich habe ihr Interview in den Kinzigtalnachrichten gelesen. Sie bleiben sehr sachlich und wirken sehr sympathisch. Ich kann nicht verstehen, wie man die Internetentwicklungen nicht verstehen kann. Ihre älteren Fraktionskollegen sollten sich glücklich schätzen.
Ich bin selbst 59 Jahre alt.
Gruß und Durchhalten.
“Tauber ist genauso cool wie alle anderen in der Union, und besonders cool sind die nicht. Er weiß aber das Internet zu nutzen, das macht in seiner Partei nicht jeder.”
Schönes Interview, Herr Mack!