Kein Fingerprint in Bad Orb – Debatte schadet dem Ort

Zum Tätigkeitsbericht des Hessischen Datenschutzbeauftragten erklärt Daniel Mack, Landtagsabgeordneter von Bündnis 90/DIE GRÜNEN:

„Ich danke dem Hessischen Datenschutzbeauftragten Prof. Ronellenfitsch für sein Engagement gegen die Einführung eines Fingerprint-Einlass-Systems im Bad Orber Freibad. Ich stimme Ihrer Position voll zu, dass derart sensible personenbezogenen Daten nicht ohne eine explizite Rechtsgrundlage erhoben werden dürfen.“

Der hessische Datenschutzbeauftragte verwies im Sommer 2011 auf die rechtlich nicht abgesicherte Grundlage, woraufhin die Kommunalaufsicht des Kreises forderte das System nicht weiter zu nutzen. Mack fordert von Bürgermeisterin Uhl eine Erklärung, wie der Einlass in das Bad Orber Freibad ab der Saison 2012 erfolgen soll:

„Zum aktuellen Zeitpunkt ist nicht geklärt, wie die Stadt mit dem 40.000 Euro teuren Leasing-Vertrag für den Fingerprint-Scanner verfährt, ob ein erneuter Versuch zur Inbetriebnahme des Systems unternommen wird oder ob eine Auflösung des Vertrages in Betracht gezogen wird. Die Fingerprint-Debatte im vergangenen Sommer hat dem Freizeit und Tourismusort Bad Orb einen erheblichen Schaden beschert und darf sich nicht wiederholen.“, so der Grünen-Politiker.

Sinnloses Sammeln biometrischer Daten verharmlose die damit verbundenen Risiken und dürfe nicht zum Regelfall werden. Bürgerinnen und Bürger würden dadurch an die Abgabe von hochsensiblen Daten gewöhnt. „Wenn ich Daten nicht unbedingt brauche, erhebe ich sie auch nicht.“, sagte Mack.

 

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