Kinzigtalbahn: Zumutung für Pendler – Bahnausbau ist praktizierter Klimaschutz.

Der zweite Bahngipfel der Hessischen Landesregierung und der Bahn brachte nichts Konkretes. Von Fortschritten bei wichtigen Schienenprojekten wie dem Ausbau der Strecke Frankfurt-Fulda oder der nordmainischen S-Bahn kann keine Rede sein. Die Landesregierung plant für den Engpass im Kinzigtal bzw. die nordmainische S-Bahn nur Gespräche mit dem Bundesverkehrsminister.

Das ist entschieden zu wenig! Bahn und die Landesregierung müssen endlich die Engpässe im Hessischen Schienennetz sowohl für den Güter- als auch für den Personenverkehr beseitigen. Das Rhein-Main-Gebiet ist die Verkehrsdrehscheibe in Deutschland und Europa. Deshalb muss die Kinzigtalbahn zwischen Frankfurt und Fulda in einem ersten Schritt durchgehend auf drei Gleise zwischen Hanau und Wäch¬ters¬bach ausgebaut werden. Das ist gerade im Hinblick auf die vielen Pendler im Main-Kinzig-Kreis dringend erforderlich. Schließlich wurde seitens der DB Netz AG der Korridor Frankfurt-Fulda als eine von bundesweit drei Strecken für überlastet erklärt. Dieser Ausbau ist bereits seit den 1990er Jahren geplant und könnte schnell umgesetzt werden. Damit würde die gegenseitige Behinderung zwischen schnellen Fernzügen und dem in Wächtersbach endenden langsamen Vorortverkehr reduziert werden. Mittel¬fristig ist dann ein viergleisigiger Ausbau zur Verbesserung des Nahverkehrs und des Lärmschutzes zu planen.

Auch die Bundesregierung muss mehr Geld in die Infrastrukturprojekte der Bahn stecken. Hochgeschwindigkeitsverkehr auf der Schiene muss eine Alternative zu Kurzstreckenflügen sein, um die Belastungen durch den Flugverkehr für Mensch und Umwelt möglichst zu minimieren. Nachhaltige Mobilität ist die intelligente Kombination und das sinnvolle Miteinander aller Arten von Mobilität, sei es per Bus, Bahn, Auto, zu Fuß oder mit dem Rad. Der Ausbau der Bahn ist praktizierter Klimaschutz.

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