Krawalle bei Fußballspielen: Mehr Selbstkontrolle durch Fans

Die Landtagsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN sieht es als richtig an, dass Eintracht Frankfurt ihre Fans stärker in die Verantwortung für einen gewaltfreien Ablauf von Fußballspielen nehmen will. Das ist eine der Konsequenzen, die der Bundesliga-Zweitligist aus den in den vergangenen Wochen stattgefunden Krawallen rund um Bundesligaspiele zieht. So plant Eintracht Frankfurt am Ende der Saison 50 000 Euro an die Deutsche Knochenmarkspenderdatei (DKMS) zu spenden. Jede weitere vom DFB wegen Krawallen ausgesprochene Geldbuße soll von dem Betrag abgezogen werden.

„So wird den Anhängern verdeutlicht, dass sie selbst auch Verantwortung für den Ablauf rund um das Fußballspiel tragen. Eine Mischung aus harter Kante und Prävention sowie Selbstkontrolle durch Fanprojekte kann dazu beitragen, junge Fußballanhänger, die der gewaltbereiten Szene nahe stehen, davon abzuhalten, sich dieser Gruppe anzuschließen. Neben allen berechtigten Diskussionen über verschärfte Sicherheitsmaßnahmen muss es aus unserer Sicht auch darum gehen, herauszufinden, was Fanclubs und andere Gruppe zur Verbesserung der Situation beitragen können“, fordert der sportpolitische Sprecher der GRÜNEN, Daniel Mack.

Nach Auffassung der GRÜNEN habe die Zweitligabegegnung vom Wochenende Frankfurt –Dresden gezeigt, dass Maßnahmen wie Stadionsperren für Auswärtsfans auch umgangen werden können. „Die Fans müssen stärker einbezogen werden, Das Ziel des Deutschen Fußballbundes, von Vereinen und organisierten Fans sollte es sein, die Stadien offener zu gestalten, geschlossene Fanblocks möglichst zu vermeiden. Dann funktioniert auch Selbstkontrolle besser“, zeigt sich Daniel Mack sicher.

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