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Niveau der CDU-Main-Kinzig flacher als ein iPad

von Daniel Mack | 5 Kommentare
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Die Christdemokraten im Main-Kinzig-Kreis machen sich zur Lachnummer und sind offensichtlich handlungsunfähig. „Wenn im Kreistag hauptamtliche Beigeordnete gewählt werden, haben die Kandidaten und deren Angehörige während der Personaldebatte den Kreistagssaal zu verlassen, um allen anwesenden Kreistagsabgeordneten eine ehrliche und faire Diskussion zu ermöglichen“, schreibt der CDU-Fraktionsvorsitzende Michael Reul in einer Pressemitteilung.

Natürlich wurde, wie von der CDU zurecht bemerkt, die Kreistagssitzung live in den Vorraum des Sitzungssaales übertragen. Der Grund dafür liegt in der spannenden Tagesordnung, die aufgrund der Fluglärm-Diskussion deutlich mehr Bürger zur Kreistagssitzung nach Gelnhausen lockte, und in der räumlich begrenzten Zuschauertribüne, sodass die Sitzung via Audio-Livestream übertragen wurde, um allen Interessierten vor Ort eine Teilhabe an der Debatte zu ermöglichen. Die beiden zur Wahl stehenden Kandidaten der neuen Rot-Grünen Kreisregierung, André Kavai (SPD) und Matthias Zach (GRÜNE), haben den Saal vor der Personaldebatte vorschriftsmäßig verlassen und sich unter Zeugen in den Verwaltungstrakt des Gebäudes zurückgezogen.

Wenn die CDU-Fraktion sich nun an der Audio-Übertragung und Anwesenheit von Matthias Zachs Ehefrau, Ursule Conen (ebenfalls GRÜNE), gestört fühlt, dann kann es sein, dass sie zwar nach einem Urteil des Hessischen Verwaltungsgerichtshofes im Recht liegt, blamiert sich aber mit ihrem langweiligen, billigen und abgehobenen Verhalten bis auf die Hosen.

„Wir wollen viele Ideen aus unserem Wahlprogramm in den nächsten Monaten und Jahren umsetzen und in konkrete Anträge im Kreistag übersetzen.“ erklärte Reul noch im Mai. Vier Monate später offenbart die größte Oppositionsfraktion fehlendes strategisches Denken und eine eklatante Führungsschwäche.

Von der CDU habe ich, gerade nach den guten Gesprächen direkt nach der Wahl, faire und in der Sache harte Auseinandersetzungen in politischen Debatten um die besten Lösungen für den Main-Kinzig-Kreis und kein juristisches Klein-klein erwartet. Neben den arg gebeutelten eigenen Partei schadet die CDU auch dem Kreis-Parlament. Es hätte der Union gut zu Gesicht gestanden, wenn sie es mit Gratulationen an die frisch gewählten hauptamtlichen Beigeordneten, Kavai und Zach, ernst gemeint und sich nicht auf die Suche nach einem Haar in der Suppe gemacht hätte. Immerhin wurden beide Kandidaten mit einer deutlichen Mehrheit der Abgeordneten für ihre 6-jährige Amtszeit gewählt.

Wenn die kleinteilige und peinliche Suche nach Fehlern der anderen der neue Stil der Main-Kinzig-CDU ist und Fraktionschef Michael Reul mit dem Kreisvorsitzenden Peter Tauber das Team bilden soll mit man Wahlen gewinnen will, dann werden den über tausend Mitgliedern spätestens jetzt Zweifel gekommen sein. Den Menschen auf der Straße könnte die CDU bald egal sein.

5 Kommentare zu ‘Niveau der CDU-Main-Kinzig flacher als ein iPad’

  1. Andreas W. sagt:

    In der GNZ stand heute, dass die Wahl wirklich falsch war. Wer hat denn nun Recht? Wenn sie wirklich falsch war, muss man sie auch korrigieren, oder?

  2. Dirk Schneider sagt:

    Die CDU hat echt keine besseren Probleme. Vielleicht war es echt fahrlässig und man hätte überlegter handeln sollen. Das Wahlergebnis würde doch bestimmt wieder das gleiche und die Dezernenten würden gewählt. Das wäre dann der totale Schuss ins Knie für die CDU.

    Selten doof, die Union…

  3. Bürger (GN-Roth) sagt:

    Es ist ja alles gesagt. Die CDU macht sich total lächerlich.

    Will man so 5 Jahre agieren? Gute Nacht!

    • Andreas Müller sagt:

      Ich würde sagen, dass die Wahl korrekt war. ABER: Bevor die CDU klagt und in 3 Jahren ein Richter vielleicht doch meint, aufgrund der Übertragung in den Vorraum, war sie doch nicht korrekt, sollte sie einfach wiederholt werden. Ausserdem würde ansonsten bei jeder Gelegenheit die Zweifel betont werden, was die Arbeit der Dezernenten unnötig belasten würde.

      Also einfach cool bleiben, nochmals wählen und sich die Frage stellen, ob das was gebracht hat, liebe Kollegen von der CDU.

      Andreas Müller
      Fraktionsvorsitzender
      DIE LINKE

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