Zwischenruf: Rote Kernkraft? Nein Danke!

Zwei Tage vor dem Tschernobyl-Jahrestag wird heute wieder in Biblis gegen Atomkraftwerke demonstriert. Auch die SPD versucht auf ihre alten Tage, fleißig dabei zu sein. Das ist neu, die Partei muss sich in einer existentiellen Krise befinden.

Was ist bloß aus der „Hessen-Partei“ geworden? Nicht nur die inzwischen älteren Aktivisten aus der ehemalige Atomstadt Hanau reiben sich verwundert die Augen. Da war doch was! Stimmt. Das sozialdemokratische Glaubensbekenntnis, der „Hessen-Plan“, mit einem Dreiklang aus Hessentag, Helaba und Hessen-Energie aus Biblis war einst der Stolz einer großen Partei. In längst vergangenen Zeiten, als die SPD noch mit der Kernspaltung nicht weniger als „ein neues Zeitalter für die Menschen“ einleiten wollte und unser Bundesland regierte, scheiterte an der Atomfrage sogar die erste rot-grüne Koaltion in Hessen. Zum ersten Mal in der Landesgeschichte durfte die CDU das Ruder übernehmen, da half auch keine Dachlatte weiter. Nicht viel hat diese Zeit überlebt, das rote AKW in Biblis leider schon.

Hergott, warum ist die SPD nicht schon früher von ihrem Glauben abgefallen? Das fragen sich die alten Aktivisten vielleicht heute. Damals in den guten alten Zeiten, als sich sozialdemokratische Abgeordnete noch nicht weigerten, ihre eigene Partei- und Fraktionsvorsitzende zur Ministerpräsidentin einer rot-grünen Koalition zu wählen? Dann könnte man sich die ganze Demonstration heute sparen. Aber wen interessiert das schon, die Zeit der alten politischen Glaubensbekenntnisse ist zum Glück vorbei. Was heute zählt, sind verlässliche Parteien mit seriösen Inhalten für die Zukunft. Ob die SPD dazu gehört, entscheiden die Wähler. Atomkraftwerke gehören mit Sicherheit nicht dazu.

18 Kommentare

  1. Phil says:

    Ich finde es sehr interessant, was hier kommentiert wird. Wenig sachliches, dafür die Vorwürfe, Daniel würde das "linke Lager" (das es so nicht gibt) spalten, und die schlicht falsche These, die Grünen seien aus der SPD hervorgegangen und der SPD erwüchse daraus irgendeine besondere Legitimation.

    Ich bin weiterhin der Meinung, dass man als politische Partei seine Meinung ändern darf (sonst wären manche ja ein hoffnungsloser Fall). Die CDU ist ja heute auch für Integration (zumindest ein bisschen) und das kann man nur gut heißen. Man muss dabei eben immer auf die Glaubwürdigkeit achten und ob die SPD ihre Arbeit da gut gemacht hat, zeigt sich in künftigen Wahlen, wie Daniel richtig schreibt.

  2. Phil says:

    Ich finde es sehr interessant, was hier kommentiert wird. Wenig sachliches, dafür die Vorwürfe, Daniel würde das „linke Lager“ (das es so nicht gibt) spalten, und die schlicht falsche These, die Grünen seien aus der SPD hervorgegangen und der SPD erwüchse daraus irgendeine besondere Legitimation.

    Ich bin weiterhin der Meinung, dass man als politische Partei seine Meinung ändern darf (sonst wären manche ja ein hoffnungsloser Fall). Die CDU ist ja heute auch für Integration (zumindest ein bisschen) und das kann man nur gut heißen. Man muss dabei eben immer auf die Glaubwürdigkeit achten und ob die SPD ihre Arbeit da gut gemacht hat, zeigt sich in künftigen Wahlen, wie Daniel richtig schreibt.

  3. SPD UB Vogelsberg Mi says:

    Die SPD ist ein größerer Teil der Anti-Atom-Bewegung als die Grünen. Warum gibt Gabriel der BILD ein Interview dazu und nicht al Wasir?

  4. SPD UB Vogelsberg Mitglied says:

    Die SPD ist ein größerer Teil der Anti-Atom-Bewegung als die Grünen. Warum gibt Gabriel der BILD ein Interview dazu und nicht al Wasir?

  5. A.J. says:

    Ich meine den Gegenkandidaten von Heinz Lotz also den Dr. Rolf Müller von der CDU.

  6. A.J. says:

    Herr Mack geht immer auf die SPD los. Das hat er schon im Landtagswahlkampf gemacht. Mit diesen Texten wie hier
    http://danielmack.de/2008/12/satiremagazin-titani

    hat er Werbung für den Gegenkandidaten Heinz Lotz gemacht. Dabei wollten die Grünen eine Koalition mit der SPD. Ich würde gerne wissen was Tarek Al-Wazir dazu sagt. Vielleicht muss man ihm bescheid geben, damit er es unterbindet.

  7. A.J. says:

    Herr Mack geht immer auf die SPD los. Das hat er schon im Landtagswahlkampf gemacht. Mit diesen Texten wie hier
    http://danielmack.de/2008/12/satiremagazin-titani

    hat er Werbung für den Gegenkandidaten Heinz Lotz gemacht. Dabei wollten die Grünen eine Koalition mit der SPD. Ich würde gerne wissen was Tarek Al-Wazir dazu sagt. Vielleicht muss man ihm bescheid geben, damit er es unterbindet.

  8. SPD Mitglied says:

    Ich muss mal etwas schreiben:

    Herr Mack, wenn man ihre Einträge hier liest, dann muss man sich schon fragen, warum sie die Bundesregierung von Schröder so schlimm fanden. Heute hätten sie mit der SPD nicht so eine Reformregierung.

    Ich verstehe nicht, warum es immer mehr Grüne wie Sie gibt, die eine Grenze zwischen der SPD und den Grünen ziehen wollen. Machen Sie sich nichts vor. Die Grünen sind aus der SPD hervorgegangen. Otto Schily zeigt die Verbindung in die andere Richtung.

    Nazim Kenan hat recht. Sie spalten das Linke Lager!

    Grüß

    Reinhold D.

  9. A.J. says:

    Ich meine den Gegenkandidaten von Heinz Lotz also den Dr. Rolf Müller von der CDU.

  10. SPD Mitglied says:

    Ich muss mal etwas schreiben:

    Herr Mack, wenn man ihre Einträge hier liest, dann muss man sich schon fragen, warum sie die Bundesregierung von Schröder so schlimm fanden. Heute hätten sie mit der SPD nicht so eine Reformregierung.

    Ich verstehe nicht, warum es immer mehr Grüne wie Sie gibt, die eine Grenze zwischen der SPD und den Grünen ziehen wollen. Machen Sie sich nichts vor. Die Grünen sind aus der SPD hervorgegangen. Otto Schily zeigt die Verbindung in die andere Richtung.

    Nazim Kenan hat recht. Sie spalten das Linke Lager!

    Grüß

    Reinhold D.

  11. Daniel says:

    Lieber Nazim Kenan,

    wenn sich die SPD sich in ihrer Regierungszeit auch so reingehängt hätte wie bei den AKW-Protesten am Samstag, müssten wir jetzt nicht demonstrieren.

    Viele Grüße

    Daniel

  12. Daniel says:

    Lieber Nazim Kenan,

    wenn sich die SPD sich in ihrer Regierungszeit auch so reingehängt hätte wie bei den AKW-Protesten am Samstag, müssten wir jetzt nicht demonstrieren.

    Viele Grüße

    Daniel

  13. Werner Wagner says:

    Auch ich wunderte mich in Biblis über wehende SPD-Fahnen und den Thorsten-Schäfer-Gümbel. Wenn es stimmt, dass die SPD das Kraftwerk wollte und nun in der Opposition dagegen ist, dann ist das unglaubwürdig.

    Ich wähle schon immer die Grünen.

    Gruß WW

  14. Werner Wagner says:

    Auch ich wunderte mich in Biblis über wehende SPD-Fahnen und den Thorsten-Schäfer-Gümbel. Wenn es stimmt, dass die SPD das Kraftwerk wollte und nun in der Opposition dagegen ist, dann ist das unglaubwürdig.

    Ich wähle schon immer die Grünen.

    Gruß WW

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