SPD muss Position Kraftwerksausbau Staudinger klären
von Daniel Mack | 2 Kommentare
Durchschnittliche Lesezeit: etwa eine Minute.
@danielmack folgen
Im Online-Magazin des Landtagsabgeordneten Heinz Lotz „Zur Sache“ erläuterte der auch im Kreistag vertretene SPD-Politiker jüngst seine Haltung zum Ausbau des Kohlekraftwerks Staudinger in Großkrotzenburg. Darin findet Lotz klare Worte, bezeichnete den geplanten Kraftwerksblock 6 als „nicht mehr zeitgemäß“ und forderte eine „dezentrale Energieversorgung statt fossiler Großkraftwerke“. Der Fraktionsvorstand der Grünen im Main-Kinzig-Kreis findet diese Aussage in der Sache richtig, sieht die Position des im Main-Kinzig-Kreis beheimateten SPD-Landtagsabgeordneten allerdings im Widerspruch zu der Position der Kreis-SPD.
„Im Kreistag hat die SPD in Sachen Staudinger bislang eine völlig abwegige und realitätsfremde Kompromisslinie verfolgt – von uns als „¾ 6“ bezeichnet. Wir fragen uns nun, ob die SPD hier bewusst mit gespaltener Zunge spricht, oder ob die SPD in Sachen Staudinger-Ausbau als ökologisch geläutert anzusehen ist“, so Grünen-Fraktionschef Reiner Bousonville und seine zwei Stellvertreter, Christina Schmidt und Daniel Mack.
„Wir begrüßen die klare Haltung des SPD-Landtagsabgeordneten Heinz Lotz. Es wird nun zu klären sein, ob die SPD im Main-Kinzig-Kreis beim Ausbau von Block 6 auf dessen Linie einschwenkt oder weiterhin die „¾ 6-Variante“ verfolgt. Bislang versuchte die Kreis-SPD, den Bürgerinnen und Bürgern statt der von E.ON geplanten 1100 Megawatt eine abgespeckte Ausbauvariante von 800 Megawatt als raumverträgliches Optimum zu verkaufen“ so die Grünen.
Aufgrund der Mehrheitsverhältnisse im Main-Kinzig-Kreis habe diese Position Niederschlag in der Stellungnahme des Kreises im Raumordnungsverfahren gefunden. Damit habe der Main-Kinzig-Kreis die Weichen für einen zeitgemäßen Klimaschutz und die erforderliche Energiewende völlig falsch gestellt.
„Im bisherigen Raumordnungsverfahren ist deutlich geworden, dass der geplante Ausbau des Kohlekraftwerks weder raum- noch umweltverträglich ist. Durch den Ausbau werden sich keine ökologischen Vorteile ergeben. Im Gegenteil: Die Schadstoffemissionen von Schwefeloxiden, Stickoxiden und Staub werden zunehmen und die klimaschädlichen Kohlendioxidemissionen sich annähernd verdoppeln. Block 6 ist der energiepolitisch falsche Weg. Wenn die SPD dies nun erkannt hätte, ihre bisherige Haltung zum Ausbau dieses Energie-Dinosauriers revidieren und auf einen wirklich klimaverträglichen Kurs einschwenken würde, wäre dies ein Schritt nach vorne“, hoffen die Grünen.

der spd-hasser mack mal wieder!
der spd-hasser mack mal wieder!