Sport ist keine reine Männersache: DOSB soll sich offensiver für Gleichstellung der Geschlechter einsetzen

Der sportpolitische Sprecher der Landtagsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, Daniel Mack, bittet den Generaldirektor des Deutschen Olympischen Sportbundes sich für die Teilnahme von saudi-arabischen Frauen an den diesjährigen Olympischen Spielen in London einzusetzen. „Sport ist keine reine Männersache. In der Olympischen Charta ist die Gleichstellung der Geschlechter festgeschrieben. Diese Haltung sollte auch das Internationale Olympische Komitee nach außen vertreten und bei den teilnehmenden Ländern vehement für die Einhaltung dieser Grundsätze eintreten“, so Mack.

Mack wendet sich in einem Schreiben an den Generaldirektor des Deutschen Olympischen Sportbundes, Dr. Michael Vesper. Dieser habe die Möglichkeit sich sowohl in den Gremien des Internationalen Olympischen Komitees als auch öffentlich für die Teilnahme von saudi-arabischen Frauen einzusetzen. Mack erläutert „Die Olympische Spiele sollten von Toleranz und Fairness geprägt sein und keinen Raum für Diskriminierung nach Geschlecht, Religion und Herkunft lassen. In diesem Sinne bitte ich den deutschen Olympischen Sportbund sich für die diesjährigen Spiele in London einzusetzen.“

In der vergangenen Woche berichtete die FAZ (6.4.2012), dass das Nationale Olympische Komitee Saudi-Arabiens nicht die Absicht habe, die Teilnahme von Frauen an den Olympischen Spielen zu unterstützen. Saudi-Arabien ist damit das einzige Land auf der Welt, das keine Frauen entsendet. Qatar und Brunei seien dieses Jahr erstmalig bereit Athletinnen zu benennen.

Brief an Dr. Michael Vesper, Generalsekretär des Deutschen Olympischen Sportbundes

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