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Toskana Therme: Wichtiger Baustein für die Zukunft Bad Orbs

von Daniel Mack | 14 Kommentare
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Vor kurzem besuchte Daniel Mack, Stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Grünen Kreistagsfraktion die Toskana Therme in Bad Orb. Anlass seines Besuches war  ein Blick hinter die Kulissen, der Dialog mit Managerin der Toskana Therme Musia Heike Bus über Besucherzahlen, Zufriedenheit und Entwicklung der Therme sowie ein Gespräch mit Bürgermeisterin Helga Uhl über die Zukunft Bad Orbs als Tourismus- und Freizeitort im Rhein-Main-Gebiet.

Auf 8.200 Quadratmetern erstreckt sich die Toskana Therme auf zwei Etagen unter einer futuristischen Dachholzschalen-Konstruktion. In insgesamt fünf 32 bis 35 °C warmen Sole-Becken können sich die Badegäste treiben lassen und in einem gesonderten Schwimmbecken mit Süßwasser auch etwas sportlicher zur Sache gehen. Ein besonderes Highlight sind dabei die besonderen Lichteffekte, die durch spezielle Lichtquellen vor allem am Abend und bei Nacht und unter einer Kuppel mit speziellen Liquid-Sound Becken gestaltet werden.

“Die Toskana Therme ist ein wichtiger Baustein für die Zukunft meines Heimatortes Bad Orb. Beim schwerelosen Schweben in der Bad Orber Sole lässt sich sogar unter Wasser Musik hören. Liquid Sound, das Baden in Licht und Musik, ist in Hessen einzigartig. Die beeindruckende Dachkonstruktion und die Vielfalt der Bade- und Saunalandschaft machen die Toskana Therme zu einem besonderen Erholungsziel im Rhein-Main-Gebiet. Mit ihren vielfältigen Angeboten wie Vollmondbaden, Liquid Sound Club oder Klassischen Konzerten spricht das neue Bad unterschiedliche Zielgruppen an und erfährt großen Zuspruch in der Region. ” sagte Mack.

Bad Orb müsse trotz der Aufbruchstimmung aufpassen, dass es aufgrund der extrem hohen Schuldenlast – finanziell gesehen – nicht baden gehe. Der Kreistagsabgeordnete forderte im Gespräch mit Bürgermeisterin Helga Uhl weitere Schritte, um auf dem Markt der Freizeit- und Tourismusorte bestehen zu können.

„Bad Orb lebt von der intakten und schönen Natur. Wenn man sich die Entwicklung der Urlaubsreisen ansieht – kürzer, öfter, individueller – werden die Reisen im eigenen Land zunehmen. Den direkten Wettbewerb mit günstigen Auslandsflugreisen kann die Region nur gewinnen, wenn sie ihre Einzigartigkeit und Besonderheit noch stärker betont. Eine Stadt wie Bad Orb eignet sich hervorragend für eine Entwicklung als „Slow City“, als Stadt mit einer hohen und ganzheitlichen Lebensqualität. Darauf – Entschleunigung – basiert auch das Konzept der Toskana Therme. Eine Stärkung der Produkte aus der Region – den Apfelwein zum Beispiel – , eine alternative Infrastrukturpolitik und familienfreundliche Angebote schaffen ein gesundes, lebensfreundliches und regionaltypisches Lebensumfeld. Dazu gehört auch eine nachhaltige Umwelt- und Energiepolitik. Bad Orb könnte die Erstellung einer Bürgersolaranlage initiieren. Mit den Mieteinnahmen für die Bereitstellung, den Impulsen für die lokale Wirtschaft und der öffentlich wahrnehmbaren Vorbildfunktion für die Erzeugung regenerativer Energien, würden sich zahlreiche Vorteile für die die Stadt ergeben.“, so Mack.

Bei nachhaltigem Tourismus dürfe Wander- und Fahrradtourismus nicht fehlen. Ziel Bad Orbs müsse es sein, dass viele Ausflugsziele autounabhängig zu erreichen sind und einen funktionierenden Fahrradverleih aufzubauen. Schließlich biete die Kinzigtalbahn auch am Wochenende zweimal pro Stunde schnelle und hochleistungsfähige Nahverkehrsverbindungen aus dem Rhein-Main-Gebiet (Frankfurt Süd – Wächtersbach Reisezeit 36 Minuten) an. Dieses Angebot des RMV müsse zum Ausbau touristischer Anschlussbuslinien für umweltfreundlichen Ausflugstourismus in den Spessart ab Wächtersbach mit Fahrradmitnahme genutzt werden.

„Der Fahrrad-, Wander- und Sporttourismus könnte ein Baustein eines intensiv bewerbbaren Paketes der Tourismusförderung des Main-Kinzig-Kreises in Kooperation insbesondere mit den Tourismusstädten Bad Soden-Salmünster und Bad Orb für umweltverträglichen Tourismus im mittleren Spessart sein, das die Dachmarke „Route 66“ als Werbekampagne für mehr touristischen Autoverkehr ablösen sollte.“, so Mack abschließend.

Ergänzung (06.03.2011): Auf die Kritik, u.a. der SPD-Stadträtin Annemarie Meinhardt, ich wäre in der Vergangenheit kein Befürworter der Toskana Therme Bad Orb gewesen, bin ich in einer Pressemitteilung (06.03.2011) eingegangen.

Foto: Thermenmanagerin Bus & Kreistagsabgeordneter Mack

14 Kommentare zu ‘Toskana Therme: Wichtiger Baustein für die Zukunft Bad Orbs’

  1. [...] 27.02.2011: “Toskana Therme: Wichtiger Baustein für die Zukunft” [...]

  2. wütender Orber sagt:

    Bad Orb ist und bleibt ein Kurort. Das lassen wir uns nicht von einem Herrn Mack zerreden. Wie lange wohnt der überhaupt schon hier?

  3. daniel mack sagt:

    Lieber Unbekannt,

    vielen Dank für ihren Kommentar. Ich kann nicht jedes Volksfest und jede Veranstaltung in Bad Orb besuchen. Ich bin weder Bürgermeister, noch Stadtverordneter und auch kein hauptamtlicher Landtags- oder Bundestagsabgeordneter. Die Zeit dafür habe ich als Student nicht. Als Kreistagsabgeordneter steht für mich die Politik des Main-Kinzig-Kreises im Mittelpunkt. Selbstverständlich habe ich ein großes Interesse an der Weiterentwicklung Bad Orbs vom Kurort zum modernen Freizeit- und Tourismusort. Aus diesem Grund tausche ich mich regelmäßig mit der Bürgermeisterin, politisch Aktiven und Unternehmern in Bad Orb aus. Mein Informationsbesuch der Toskana Therme gehört dazu. Das Konzept der Therme fand ich von Anfang an richtig, das Finanzierungsmodell nicht. Es ist daher falsch mich als “Gegner der Therme” zu bezeichnen. Das Gespräch mit der Thermen-Managerin Bus, als auch das Gespräch mit Bürgermeisterin Uhl haben mir gezeigt, dass es in Bad Orb weitere Maßnahmen braucht, um auf dem Markt der Tourismus- und Freizeitorte bestehen zu können. Die beiden guten Gespräche haben mir gezeigt, dass es seitens des Unternehmens Toskanaworld und der Bürgermeisterin einen starken Willen zur Veränderung gibt. Mich interessiert dabei, wo der Main-Kinzig-Kreis Hilfestellungen leisten kann und inwiefern die Tourismuskampagne des Kreises angepasst, verändert oder vielleicht auch neu gedacht werden muss.

    Viele Grüße

    Daniel Mack

    PS: Größe und Umfang eines Presseartikels kann ich nicht beeinflussen.

  4. Unbekannt sagt:

    Ich lese diese Seite schon länger und melde mich jetzt auch mal zu Wort. Wo ist der Unterschied zwischen Herrn Guttenberg und Herrn Mack? Es gibt keinen. Wer sich die extrem hohe Medienpräsenz von Herrn Mack anschaut, sieht um was es ihm geht: Medien. Ich möchte mich aber auch zur Thematik der Toskana Therme äußern: Wo war Herr Mack beim Richtfest? Wo war Herr Mack bei der Einweihnung der Therme? Wo war Herr Mack auf dem Ostermarkt? Auf der Kerb? Auf der 950-Jahr-Feier? Auf dem Gradierwerksfest? Daniel Mack sonnt sich im Glanz der vollendeten Arbeit anderer Politiker. Es ist schlicht unfair, dass Mack völlig überdimensionierte Zeitungsartikel hinterhergeworfen bekommt und viele Stadtverordnete nicht einmal erwähnt werden, obwohl sie sich jahrelang für eine neue Therme eingesetzt haben. Sie sind ein Stadtbekannter Kritiker der Toskana Therme. Ihren Kuschelkurs wird man Ihnen nicht abnehmen.

    Es ist geradezu lächerlich, wie sie Therme, die Managerin und Bürgermeisterin Uhl missbrauchen, um auf deren Rücken Wahlkampf zu machen.

  5. daniel mack sagt:

    @ SPD-Mitglied & Bad Orber Bürger: Ich vertrete nicht die Meinung von Erich Pipa. Den Bau des Bades aus habe ich in der damaligen aufgrund der hohen Verschuldung und den hohen Baukosten sehr kritisch gesehen. Mit meiner Meinung stand ich zu diesem Zeitpunkt keineswegs allein. Auch der damalige Bürgermeister, Wolfgang Storck, hat das so gesehen und hat aus diesem Grund auf eine erneute Kandidatur verzichtet. – Die Toskana Therme wurde gebaut, sie ist fast ein Jahr in Betrieb. Die Diskussion, ob man die Therme hätte bauen sollen / dürfen / müssen ist erledigt und irrelevant. Die Therme steht nun und Bad Orb und der Main-Kinzig-Kreis müssen nun schauen, wie Bad Orb zu einem modernen Tourismus- und Freizeitort weiterentwickelt werden kann. An dieser Diskussion beteilige ich mich sehr gerne!

  6. Herr Noll sagt:

    Endlich sagt ein Politiker mal was gutes über die Therme. Schön!

  7. Bad Orber Bürger sagt:

    Sie waren doch immer der Thermenkritiker No.1! Jetzt fühlen sie sich auf einmal wohl und halten die Toskana Therme für das schönste Bad des Landes. Sie machen 180-Grad-Drehungen ohne etwas zu merken. Dass ihnen das nicht peinlich ist…

  8. SPD-Mitglied sagt:

    Herr Mack vertritt seine Meinung. Das muss man ihm lassen. Egal, ob man sie teilt oder nicht, der Mann sagt was er denkt. Macks ausführliche Presseerklärung sorgt auch in der SPD für Diskussionen. Schön, dass er nach langer Zeit endlich die Position von Landrat Erich Pipa vertritt.

  9. L. Werner sagt:

    Vielen Dank für ihre Antwort. Sie haben trotzdem nicht erklärt, warum sie die Therme erst nicht haben wollten, sie aber jetzt toll finden. Man merkt, sie werden zum Politiker… Fischer lässt grüßen.

  10. Sebastian H. sagt:

    Ökotourismus? Ist nicht ihr ernst? Wollen sie das Autofahren in Bad Orb durch Fahrradfahren ersetzen? Sorgen sie lieber mal für genug Parkplätze am Bahnhof und an der Therme. Ansonsten schön inszeniert.

  11. daniel mack sagt:

    Die Forderung nach niedrigeren Eintrittspreisen erreicht mich sehr oft. Ich kann allerdings nicht auf niedrigere Eintrittspreise hinwirken. Das Unternehmen Toskanaworld legt die Preis- und Tarifstruktur für die Therme fest. Der große Besucheransturm (gerade an Wochenenden) gibt dem Unternehmen recht. Die Entscheidung den Eintrittspreis für Bad und Sauna zu trennen liegt einzig und allein bei Toskanaworld.

    Die Bad Orber müssen Abschied von dem Gedanken nehmen, die Toskana Therme wäre in Öffentlicher Hand und die Politik könne Angebot und Preise bestimmen. Das ist in Sachen Toskana Therme genau so wenig möglich wie bei T-Shirts im Bekleidungsgeschäft oder den Gummibärchen im Supermarkt.

    Ich halte die Toskana Therme für keine unterdurchschnittliche Therme. Die vielfältige Badelandschaft (Liquid-Sound-Becken, Außenbecken, Schwimmhalle und 3 schöne Solebecken) und das gute Saunaangebot machen die Therme für viele Leute – auch für mich – sehr attraktiv. Den Eintrittspreis in Höhe von 14 Euro für zwei bzw. 18 Euro für vier Stunden halte ich für gerechtfertigt. Er bewegt sich im mittleren Preisniveau für Thermen in Deutschland. Wer wirklich nur Schwimmen gehen will, dem empfehle ich das Schimmbad in Gelnhausen für 3,20 Euro.

    Die Finanzierung der Therme habe ich in der Planungshase kritisch gesehen. Das sehe ich jetzt nicht anders. Die Bad Orber Finanzlage hat aber nichts mit der Qualität des Bades zu tun. Bad Orb muss nun das beste aus der Situation machen.

    Viele Grüße

  12. L. Werner sagt:

    Schöner Text, schöne Bilder. Die Therme ist viel zu teuer. Sollte sich nicht gerade ein Grünen-Politiker für günstigere Preise und freundliche Tarife einsetzen? Das wäre das mindeste. Warum sie eine Therme loben, die weit unterdurchschnittlich ist, verstehe wer will. Wir haben sie wie “Mittelweg” als guter Kritiker der Bad Orber Politik wahrgenommen. Warum sind sie eingebrochen?

    MFG L. Werner

  13. Mittelweg sagt:

    Herr Mack,
    sie waren doch immer ein Gegner der Therme. Warum das Einlenken? Oder hat das damit zu tun, dass jetzt Wahl ist und Sie die Stimmen der Orber brauchen, um überhaupt wieder im Kreistag zu sein?

    Gruß

  14. Bad Orberin sagt:

    Sehr schöne Erklärung von Ihnen, Herr Mack. Finden Sie nicht die Eintrittspreise etwas hoch? Ich wollte die Toskana-Therme mit meinem Mann und unseren beiden Kindern besuchen. Wir haben beide keinen Job. Es sollte doch für uns möglich sein die Therme zu besuchen. Können Sie auf niedrigere Preise hinwirken?

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