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Verkommene Bahnhöfe im Main-Kinzig-Kreis endlich sanieren

von Daniel Mack | kein Kommentar
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Längere Aufenthaltszeiten an den Bahnhöfen im Main-Kinzig-Kreis wünscht sich niemand. Die Bahn hat die stark frequentierten Bahnhöfe im Kinzigtal systematisch verkommen lassen. Am 9. August 2011 unterzeichneten in Limburg (Lahn) das Land Hessen, die Deutsche Bahn und die drei hessischen Verkehrsverbünde eine „Rahmenvereinbarung Hessen“, in der die Modernisierung und Sanierung von 93 Bahnhöfen in Hessen  in den kommenden acht Jahren mit Finanzmitteln in Höhe von 258 Millionen Euro vereinbart wurde. Laut einer Mitteilung des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr und Landentwicklung (HMWVL) sind die Bahnhöfe Bad Soden-Salmünster, Bruchköbel, Ostheim (Kreis Hanau), Schlüchtern und Wächtersbach einvernehmlich in die Liste „der 64 prioritären Infrastrukturmaßnahmen mit Vorhabensträgerschaft DB und kommunaler Beteiligung“ aufgenommen.

Ich begrüße die angekündigten Modernisierungsmaßnahmen der Bahnhöfe im Main-Kinzig-Kreis. Nach Jahren der Lethargie ist diese Ankündigung ein längst überfälliger Schritt. Bisher waren die Sanierungsbemühungen eher Stückwerk. Um so erfreulicher ist jetzt, dass strukturell an diese Problematik herangegangen wird. Besonders für mobilitätseingeschränkte Menschen, aber auch für Familien mit Kindern sind die Zustände in den Bahnhöfen Bad Soden-Salmünster, Bruchköbel, Ostheim (Kreis Hanau), Schlüchtern und Wächtersbach ebenso untragbar wie der Hanauer Hauptbahnhof. Gebäude und Vorplatz hinterlassen hier einen denkbar schlechten Eindruck, von Sicherheitsmängeln und den Defiziten für Alte und Behinderte ganz zu schweigen. Der Eindruck, den dieser ICE-Bahnhof auf Geschäftsleute macht, die zu Besuch bei Weltfirmen wie Heraeus, Evonik oder Umicore sind, muss verheerend sein. Die Deutsche Bahn ist auch unabhängig von den Planungen zur nordmainischen S-Bahn vollumfänglich für Sicherheit, Sauberkeit und ein Mindestmaß an Service an den Bahnhöfen verantwortlich. Dazu gehört zur Orientierung der Reisenden ohne jeden Zweifel eine ausreichende Beschilderung mit dem Bahnhofsnamen. Unumgänglich ist  das Absichern von Gefahrenstellen. Zumindest der Zugang zu den Gleisen für alle Bürger, ob sportlich oder gebrechlich, muss so schnell wie möglich gewährleistet sein.

Besonders wichtig ist, dass nicht einzelne Punkte modernisiert werden, sondern dass eine ganze Reisekette mit komfortablen und barrierefreien Bahnhöfen ausgestattet ist. Nur dann ist der ÖPNV für alle Bevölkerungsgruppen gut nutzbar. Die Modernisierung der Bahnhöfe der Kinzgtalbahn ist ein wichtiger Schritt hin zu einer weiteren Stärkung des ÖPNV in der Region.

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