Wohnungsgröße für Alleinstehende nur noch 25 Quadratmeter?

Grüne wollen von Neuregelung keinen Gebrauch machen

Gemäß dem Vorschlag einer vom Bundes-Arbeitsministerium geleiteten Arbeitsgruppe sollen die Kommunen zukünftig selbst entscheiden dürfen, wie viel Geld sie für die Unterkunft von Hartz-IV-Beziehenden aufwenden wollen. Für den Main-Kinzig-Kreis könnte dies bedeuten, dass er zukünftig selbst darüber entscheidet, welche Wohnungsgröße er für Hartz-IV-Beziehende für angemessen hält. Die bisherige Regelung sieht bundesweit vor, dass Alleinstehende ein Anrecht auf 45 Quadratmeter Wohnfläche haben. Ein Expertengremium des Bundes schlägt nun vor, den Wohnraum für Alleinstehende auf 25 Quadratmeter zu begrenzen. Der Fraktionsvorstand von Bündnis 90/Die Grünen im Main-Kinzig-Kreis lehnt diesen Vorschlag kategorisch ab und warnt davor, dass der Main-Kinzig-Kreis eine solche Neuregelung nutze, um seine Kreisfinanzen zu entlasten. Die Mitglieder des Fraktionsvorstands Christina Schmidt und Daniel Mack warnen vor einer weiteren Verschlechterung der Bedingungen von Langzeitarbeitslosen.

„Schwarz-Gelb kann es nicht lassen, an der sozialen Lunte zu zündeln. Ein solcher Vorschlag ist sozialer Sprengstoff pur und führt zu einer Stigmatisierung von Hartz-IV-Beziehenden. Wenn die Standards für Langzeitarbeitlose nach unten abstürzen, stürzen auch die Menschen ab. Die Ausgaben für Bedürftige müssen erhöht und nicht weiter verknappt werden.“

2 Kommentare

  1. Ogdan Ücgü says:

    Was ich nicht verstehe:

    Als ich bei der Bundeswehr war, kam ich mit ca. 5qm aus. Als Student habe ich in einem Zimmer zur Untermiete gewohnt, das hatte genau 12qm, Bett zum hochklappen und Schreibtisch zum Runterklappen.

    Ein 18-jähriger, der von zuhause auszieht und auf Hartz IV geht bekommt 45qm? Ich bin damals nicht "abgestürzt" sondern bin entsprechend motiviert worden, für eine bessere Situation zu arbeiten.

    Das kann man absolut vergleichen, denn sowohl Bundeswehr als auch Studium sind vorübergehende Situationen. Auch Hartz IV sollte vorübergehend sein und für einige Monate bzw. Jahre kann man auch mit solchen Einschränkungen leben.

  2. Ogdan Ücgür says:

    Was ich nicht verstehe:

    Als ich bei der Bundeswehr war, kam ich mit ca. 5qm aus. Als Student habe ich in einem Zimmer zur Untermiete gewohnt, das hatte genau 12qm, Bett zum hochklappen und Schreibtisch zum Runterklappen.

    Ein 18-jähriger, der von zuhause auszieht und auf Hartz IV geht bekommt 45qm? Ich bin damals nicht “abgestürzt” sondern bin entsprechend motiviert worden, für eine bessere Situation zu arbeiten.

    Das kann man absolut vergleichen, denn sowohl Bundeswehr als auch Studium sind vorübergehende Situationen. Auch Hartz IV sollte vorübergehend sein und für einige Monate bzw. Jahre kann man auch mit solchen Einschränkungen leben.

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