Weniger Berlin-Mitte, bitte!

zuerst erschienen in der tageszeitung und bei taz.de

Viele Parteien und Medien haben ihren Standort in Berlin-Mitte. Doch der Graben zwischen ihnen und den Menschen ist tief und breit geworden.

Wenn auf Empörung nicht Achselzucken oder Kopfschütteln folgt, sondern lautes Geschrei. Wenn Wut auf Enttäuschung prallt. Wenn Phrasen mit Phrasen gekontert werden. Wenn glaubhaft versichert wird, mit der Europawahl habe man den Rechtsruck gestoppt, obwohl die AfD im Osten auf dem Weg zur Volkspartei ist. Wenn die eigene moralisch höherwertige Weltanschauung für das einzig Wahre gehalten wird und selbst Vanille-Duftbäume in Taxis ein Problem darstellen, dann ist das Berlin-Mitte.

Berlin-Mitte steht hier nicht für den gesamten Stadtteil mit den vielen schönen Straßen und lieben Menschen, sondern für eine Geisteshaltung, die ihre Heimat in den wenigen Kilometern rund um Kanzleramt, Bundestag, Ministerien, Hauptstadtmedien, Verbänden und Beratungen hat, die glücklicherweise nicht auf alle in diesen Bereichen tätigen Protagonistinnen und Protagonisten zutrifft, aber im Trend liegt.

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Bei Twitter aussteigen? Find‘ ich falsch

zuerst erschienen bei handelsblatt.com Ich nutze die Nachrichtendrehscheibe, um zuzuhören. Ich will wissen, was andere denken, was sie beschäftigt, worüber sie nachdenken, welche Trends wieder vorüber sind, was als Nächstes kommt. Diesen ungefilterten Fluss, das Puristische, Minimalistische, die direkte Sprache. Ich liebe das. Peter Altmaier,… Weiterlesen