Rente mit 67 ist richtig

12. August 2010

Rente mit 67 ist richtig

Rente mit 67 bedeutet, dass ab 2030 etwa zwei Millionen Menschen mehr im erwerbsfähigen Alter sein werden. Aufgrund der demografischen Entwicklung ist das notwendig. Da den Sozialdemokraten keine anderen Themen einfallen, haben sie die Debatte um das Rentenalter neu entfacht. „Solange es uns nicht gelingt, tatsächlich den Anteil derjenigen zu erhöhen, die zwischen 60 und 64 arbeiten, können Sie die Rente mit 67 nicht einführen, weil es de facto nichts anderes ist als eine Rentenkürzung.“ sagte SPD-Chef Sigmar Gabriel im ARD-Sommerinterview.

Gesetzeslage

Der Plan des damaligen Bundesarbeitsministers Franz Müntefering, volle Rente für Beschäftigte ab dem Jahr 2029 erst mit 67 Jahren, wurde von der Bundeskanzlerin und allen Ministern, also auch von Sigmar Gabriel, unterstützt. Für die Geburtsjahrgänge ab 1947 steigt das Rentenalter zunächst jährlich um einen Monat, später um zwei Monate. Im Jahr 2023 wird also das Rentenalter bei 66 Jahren liegen, 2029 dann bei 67 Jahren. „Sie ist angesichts der demographischen Entwicklung unvermeidlich, um die Rentenversicherung weiterhin finanzieren zu können.“ sagte der damalige SPD-Vorsitzende Matthias Platzeck. Zustimmung hierzu kam von den hessischen GRÜNEN. Auf ihrer Landesmitgliederversammlung (LMV) im November 2005 bewerteten sie die Rente mit 67 im schwarz-roten Koalitionsvertrag so: „Die schrittweise Anhebung des Rentenalters auf 67 Jahre bis zum Jahr 2032 trägt zu einer besseren Ausgewogenheit der Lastenverteilung von Jung und Alt bei.” Artikel “Rente mit 67 ist richtig” lesen